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Fussball : Finale verpasst: „Es kann nicht jedes Jahr klappen“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Halbfinale des SHFV-Pokal unterlag der TSV Kropp Drittligist Holstein Kiel mit 1:3.

Kein Déja-vu für den TSV Kropp. Im Gegensatz zum Vorjahr setzten sich im Halbfinale des SHFV-Pokals diesmal die Kieler „Störche“ beim Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Kropp sicher durch. Der 3:1 (2:0)-Sieg des Drittligisten vor 1100 Zuschauern gehörte dabei in die Rubrik standesgemäß, aber weitgehend glanzlos. Der Außenseiter zeigte gegenüber den zuletzt gezeigten Vorstellungen in den Punktspielen eine klare Leistungssteigerung, insbesondere im kämpferischen Bereich. An einer Überraschung durften die Kropper im Gegensatz zum Vorjahr diesmal jedoch zu keiner Zeit wirklich schnuppern.

Zwar hatten fast alle Kropper Spieler die Sensation des Vorjahres hautnah miterlebt. Doch dass die Überraschung nicht ein zweites Mal in Folge gelang, nahm man beim Schleswig-Holstein-Ligisten recht gelassen. Wichtiger war allen Beteiligten etwas anderes. „Wir sind bis zum Schluss als Mannschaft aufgetreten“, stellte Trainer Dirk Asmussen heraus und sah den Treffer kurz vor dem Ende auch eben als Belohnung dafür an. Der 44-Jährige fügte hinzu: „Die Spieler haben gesehen, dass das auch Spaß machen kann.“ In der Liga hatten die Kropper solche Tugenden bei zuletzt zwei Unentschieden und fünf Niederlagen kaum einmal an den Tag gelegt. Gegen die „Störche“ war das anders. „Jeder ist für den anderen gelaufen“, strich Torschütze Finn Langkowski heraus. Sein Ehrentreffer kurz vor dem Abpfiff (87.) aber reichte nicht, denn von Beginn an lief der Ball nur in eine Richtung – auf das Tor des Kropper Schlussmannes Philipp Reinhold. Die Gastgeber kamen während der ersten 45 Minuten nur zu einer einzigen Strafraumszene. Als Robin Ziesecke kurz vor der Pause flankte, klärte Patrick Herrmann artistisch mit dem Kopf vor dem heranstürmenden Mahir Alias (45. +1). Zuvor hatten Deran Toksöz (16.) und Fiete Sykora (18.) gute Möglichkeiten ausgelassen, aber Holsteins Kapitän Rafael Kazior auch zwei Mal getroffen (25., 40.) und sein Team damit auf die Siegerstraße gebracht.

Im zweiten Abschnitt wurden der Kieler Druck und die phasenweise erkennbaren guten Ballpassagen weniger. Die eine oder andere Unkonzentriertheit schlich sich im Gefühl des ungefährdeten Sieges ein – ohne dass Kropp jedoch eine Torchance erspielt hätte. So konnte Casper Johansen das Leder zum entscheidenden 3:0 ins Eck schlenzen (67.).

„Holstein war heute nicht der Partner, der uns viele Möglichkeiten gelassen hätte“, wusste Asmussen und erkannte den Sieg als „vollkommen verdient“ an. Ein wenig ärgerte er sich noch über die beiden ersten Gegentore, zu denen „wir unseren Teil beigetragen haben“, wie er sagte. „Beim Freistoßtor bin ich sicher nicht unschuldig“, wusste Torhüter Philipp Reinhold. „Ich habe damit gerechnet, dass er den Ball über die Mauer schlenzt.“ Insgesamt nahm auch er die erwartete Niederlage recht gelassen. „So ist Fußball. Es kann nicht jedes Jahr klappen.“ Gleichzeitig nahm er die positiven Erkenntnisse mit. „Wenn wir gegen Hagen Ahrensburg genauso auftreten, werden wir das Spiel gewinnen“, war der Keeper sicher. Das muss auch sein. Ansonsten könnte statt Pokal-Euphorie und Höhenluft sogar Abstiegskampf drohen.

TSV Kropp: Reinhold – Gieseler, T. Vogt, Henke, Y. Sievers – Petersen (65. Langkowski) – J. Vogt, Merz, Matthes, Alias (61. Schelper) – Ziesecke.

Holstein Kiel: Jakusch – Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter – Siedschlag (83. Breitkreuz), Toksöz (67. Heider), Danneberg, Jonhansen – Sykora (72. Schied), Kazior.

SR: Dr. Mond (TSV Siems). – Zuschauer: 1100.

Tore: 0:1 Kazior (25.), 0:2 Kazior (40.), 0:3 Johansen (67.), 1:3 Langkowski (87.).

 

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erstellt am 13.Okt.2013 | 19:00 Uhr

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