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Rendsburg : Fielmann bereichert das Stadtarchiv

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Deutschlands größter Optiker ließ 14 historische Grafiken restaurieren. Eine Teilansicht des Schloßplatzes hat den höchsten Seltenheitswert .

Dass Günther Fielmann regelmäßig Bäume stiftet, ist bekannt. Weniger häufig dringt sein Engagement für die Museen und Stadtarchive ans Licht der Öffentlichkeit. Jetzt profitierte das Stadtarchiv von der Großzügigkeit des Brillenkönigs. Die Fielmann AG schenkte dem Stadtarchiv gestern eine kolorierte Teilansicht des Schloßplatzes, die auf Kosten des Unternehmens zuvor restauriert worden war. Außerdem ließ Fielmann 13 Grafiken – Gesamtansichten von Rendsburg und Einzelpläne – von einem professionellen Restaurator aufarbeiten. Alle historisch bedeutsamen Blätter stammen aus der Hand des Kartographen Anton Ludwig von Meinung (1801 bis 1878).

Das Werk mit dem höchsten Seltenheitswert zeigt den Standort des jetzigen Thormannhauses. Das Gebäude mit der Adresse Schloßplatz 10 befindet sich an der Ecke Schloßplatz/Tangente. Es soll mit dem benachbarten Stintzinghaus abgerissen werden (siehe rechts).

Die jetzt dem Stadtarchiv übergebene Darstellung zeigt den Vorläufer des dem Ende geweihten Komplexes (siehe Foto). Die fein gearbeitete Darstellung stammt aus dem privaten Fundus von Alfred Gudd. Solche Dokumente aus der Mitte des 19. Jahrhunderts seien sehr selten, so der Stadthistoriker. „Das Aquarell ist aufgetaucht, als das Gebäude in der Bildmitte in den 1970-er Jahren abgerissen wurde“, so Gudd. Die anderen 13 Grafiken gehörten bereits dem Stadtarchiv, befanden sich aber in einem kläglichen Zustand. Zur Freude von Archiv-Leiterin Dr. Regina-Maria Becker ist das nun anders: „Die Pläne sind endlich wieder so, dass man sie vorzeigen kann.“ Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Historischen Museen der Stadt ist geplant, wird aber nicht vor 2016 stattfinden.

 

 

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erstellt am 25.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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