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Jevenstedt : Feurige Festtage und ein Tintenklecks

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der mittelalterliche Markt begeistert Besucher der St.-Georg-Kirche. Jubiläumsprogramm zum 850-jährigen Bestehen des Gotteshauses gefeiert.

Ein Schmied schwang kraftvoll den Hammer, Bogenschützen zeigten ihre Treffsicherheit, Schafe blökten, der Schulchor sang, Harfenmusik erklang. Rund um die St.-Georg-Kirche wurde am Sonnabend das 850-jährige Bestehen der Kirche mit einem bunten Programm gefeiert. Der offizielle Festakt fand im Rahmen eines Gottesdienstes am Sonntag mit Bischof Gothart Magaard (Sprengel Schleswig und Holstein), Propst Sönke Funck und Pastor Ulrich Ranck statt.

Zahlreiche Besucher kamen zu dem historischen Markt vor der Kirche. Unter ihnen war auch Katrin Husen, die mit Ehemann Torsten und Sohn Finn Luca in Westerrönfeld wohnt. „Ich bin neben der Kirche groß geworden und habe deshalb immer noch eine besondere Verbindung zu dem Gotteshaus“, betonte sie, während ihr fünfjähriger Sohn sich als Bogenschütze versuchte. Aktiv war auch Catharina Bock aus Jevenberg, die unter Anleitung von Olaf Thomsen aus Schwabe für ihre Freundin ein „J“ aus einer Eisenstange schmiedete. Der Hobby-Schmied ist hauptberuflich Ausbilder der Kraftfahrzeug-Innung und war mit seiner Feldschmiede eine der Attraktionen des Marktes. Auch seine Frau Michaela und Tochter Mina Tula genossen in mittelalterlicher Kleidung das Treiben. Die Zweijährige war von den Schafen begeistert, die bei einem „Tier-Bingo“ die Hauptrolle spielten.

Sabine Dühr aus Jevenstedt stellte sich in der Kirche einer anspruchsvollen Aufgabe, dem Schreiben mit Feder und Tinte. Angelika Steffen, die stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende, zeigte Interessierten, was man dabei beachten muss. Sie hatte bekannte Bibeltexte wie den Psalm 23 und die Schöpfungsgeschichte ausgedruckt und regte an, diese „in Schönschrift“ zu Papier zu bringen. „Das ist nicht einfach“, musste Sabine Dühr mit Blick auf einen dicken Tintenklecks auf ihrem Papierbogen feststellen.

Vier Jahre lang war die St.-Georg-Kirche mit Kosten von 1,3 Millionen Euro umfangreich saniert worden (wir berichteten). „Das waren harte Jahre, aber es hat sich gelohnt“, blickte Werner Rohwer, Bauausschussvorsitzender im Kirchengemeinderat, auf diese Zeit zurück. „Wir machen viele Kirchenführungen, und die Besucher sind dabei hellauf begeistert.“ Rohwer wies darauf hin, dass die St.-Georg-Kirche freitags von 16 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 15 Uhr geöffnet ist. Einer der zehn ehrenamtlichen „Kirchensitter“ gibt dann auch Erklärungen zu dem Gotteshaus und dessen Geschichte.

Pastor Ulrich Ranck zeigte sich begeistert von dem Engagement von Vereinen und Privatpersonen bei der Ausrichtung des mittelalterlichen Marktes anlässlich der 850-Jahr-Feier. Er hob besonders den Einsatz der Pfadfinder hervor, die auch den Auf- und Abbau der Zelte vornahmen.

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