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Jahreswechsel : Feuerwerks-Batterien als Verkaufsschlager

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gestern begann der Verkauf von Knallern und Raketen. Die Feuerwehr warnt vor illegalen Böllern.

In der Silvesternacht wird es wieder bunt und laut auf Rendsburgs Straßen. Seit gestern bis einschließlich morgen werden in den Geschäften Böller und Raketen verkauft. Und Familie Drichel wird einen guten Teil zum Feuerwerk beitragen. Mehr als 300 Euro stecken sie dieses Jahr hauptsächlich in sogenannte Batterien. „Davon hat man am längsten etwas“, sagt Mutter Sandra Drichel. „Sie machen nicht so viel Dreck und sind auch weniger gefährlich als zum Beispiel Raketen.“

Damit liegen Drichels im allgemeinen Trend. Laut einer dpa-Umfrage ist dieses Jahr nichts so beliebt wie Batterie- oder Verbundfeuerwerke, die nur einmal angezündet werden und dann viele Effekte abfeuern. Im Hagebaumarkt in der Friedrichstädter Straße gibt es sie von ganz klein für zwei Euro bis zur gewaltigen XL-Variante für 129 Euro, mit knapp zwei Kilogramm Sprengmasse und 126 Schuss, die bis zu 50 Meter in den Himmel schießen. Nach dem Anzünden heißt es Abstand halten: 15 Meter nennt Loris Hinze vom Hagebaumarkt als angemessen.

Ähnlich hoch fliegen die klassischen Raketen. Diese sollten nicht, wie häufig getan, zum Abschuss in eine Flasche gestellt werden, da diese umfallen kann. Stattdessen empfiehlt sich eine feste Halterung auf ebenem Untergrund. Gefährlich können die herabfallenden Holzstäbe der Raketen werden. Familie Drichel zerbeulte ein solches Stück bereits einmal das Autodach. Auch für Fontänen und die besonders bei Jugendlichen beliebten China-Cracker gilt die Abstandsregel nach dem Anzünden – und das immer am äußersten Ende der Zündschnur.

Sämtliche Knaller dürfen ausschließlich am 31. Dezember und 1. Januar ganztägig von Personen ab 18 Jahren sowie im Freien verwendet werden. Für Kinder ab zwölf Jahren gibt es im Hagebaumarkt wie in anderen Geschäften Packungen mit Wunderkerzen, Feuerkringeln, Knallerbsen und Irrlichtern. Ein Erwachsener sollte auch hier bei der Benutzung stets dabei sein. Verboten ist das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern.

Feuerwehrführer Gerrit Hilburger rät zudem von illegalen oder selbst gebauten Böllern ab. Diese seien gefährlich und in der Wirkung unberechenbar. Und trotz Feierstimmung: Alkohol und Böllereien passen nicht zusammen. Weiter empfiehlt Hilburger, die eigenen Mülltonnen in Sicherheit zu bringen: „Manche werfen gern Böller hinein. Die Tonnen stellt man am besten in einem Abstand von mindestens drei Metern zu Gebäuden auf, damit kein Feuer übergreifen kann.“ Auch von Balkonen sollte Brennbares sicherheitshalber entfernt werden.

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erstellt am 30.Dez.2015 | 06:00 Uhr

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