zur Navigation springen

Getrübte Freude : Feuerwehrtag mit fadem Beigeschmack

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Bürgermeister ist verärgert über Desinteresse der Schacht-Audorfer an dem Umzug und den Wettkämpfen der ehrenamtlichen Brandbekämpfer.

Vergleichswett- kämpfe zwischen den Wehren, Spiel und Spaß sowie ein Festball am Abend standen auf dem Programm des Feuerwehrtages im Amt Eiderkanal. Ausrichter war am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr Schacht-Audorf. 220 Teilnehmer, darunter 60 Jugendliche, aus den Wehren Bovenau, Ehlersdorf, Osterrönfeld, Schacht-Audorf, Haßmoor, Ostenfeld, Schülldorf und Rade bei Rendsburg stellten ihr Geschick bei sportlichen Spielen und Feuerwehrübungen unter Beweis. Das Interesse der Schacht-Audorfer Einwohner war allerdings gering.

Denn als die Wehren nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal durch das Dorf zum Festplatz zogen, begleitet vom Musikzug des Amtes Eiderkanal, stand kaum ein Bürger an den Straßen. Girlanden, die man bei der Gemeinde hätte ausleihen können, waren in den Vorgärten nicht zu sehen. Kaum eine Fahne war gehisst. „Das ärgert mich, wie die Bürger mit der Feuerwehr umgehen“, kritisierte Bürgermeister Eckard Reese das Desinteresse der Einwohner. Alle seien über den Umzug informiert gewesen. „Die Feuerwehr sei 365 Tage im Jahr für die Bürger da, aber die zeigten keine Wertschätzung dafür. „Solch ein Verhalten können wir uns in der heutigen Zeit nicht erlauben“, sagte Reese mit Nachdruck. „Denn es wird immer schwieriger, Ehrenamtler zu finden.“ Der Amtsfeuerwehrtag fand zum ersten Mal in Schacht-Audorf statt.

Kritik kam auch von dem stellvertretenden Kreiswehrführer Fritz Kruse. „Die Bevölkerung hat am Umzug wenig teilgenommen. Vielen scheint nicht bewusst zu sein, dass hinter der Nummer 112 eine freiwillige Leistung steht.“

Amtsvorsteher Raimer Kläschen bedankte sich besonders bei den Jugendbetreuern. Sie hätten eine Schlüsselfunktion und führten die Jugendlichen mit Spaß an den Einsatz in den Wehren heran. Kläschen würdigte das Engagement der Feuerwehrkameraden in den Dörfern, das weit über den Brandschutz hinausgehe. „Sie sind da, wo es „brennt“.

Amtswehrführer Hartmut Rehling hob die gute Organisation des Amtsfeuerwehrtages, der alle zwei Jahre stattfindet, durch die Audorfer Kameraden unter der Leitung von Sven Grube hervor. Der Wehrführer betonte, dass man sich bei der Auswahl der Wettbewerbe auf den feuerwehrtechnischen Bereich konzentriert habe. Löschübungen, Schlauchzielwerfen und der Staffellauf mit Strahlrohren standen deshalb auf den Programm. „Es sollten keine ,Klamaukspiele’ werden.“ Nach spannenden Wettkämpfen holten sich die Lokalmatadoren aus Schacht-Audorf den Wanderpokal vor den Aktiven aus Ehlersdorf und Haßmoor. Bei den Jugendlichen siegte die Gruppe 1 der Jugendfeuerwehr Amt Eiderkanal.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen