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666 Einsätze : Feuerwehr zieht Schnapszahl-Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburger Brandhelfer melden schon wieder eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Schnitzel und Bratkartoffeln gaben Kraft vor dem Wahlmarathon.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2014 | 14:25 Uhr

Eine lange Tagesordnung mit vielen Wahlen, Beförderungen und Ehrungen bestimmte die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg im Kulturzentrum „Hohes Arsenal“. Mit Rücksicht darauf versprachen Bürgermeister Pierre Gilgenast und der Kreiswehrführer Mathias Schütte, sich in ihren Ansprachen kurz zu halten. Und beide hielten Wort.

Seit er mit einem Meldeempfänger ausgestattet sei, erlebe er die Häufigkeit mit, mit der die Feuerwehr gerufen werde, betonte Gilgenast. „Und die völlig unterschiedlichen Anforderungen, vom Orkan ,Christian‘ bis zum Großbrand des Autohauses Fräter.“ Der Einsatz am Autohaus habe gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit in der Region sei. „Diese Zusammenarbeit ist erarbeitet.“ Was den wegen akuter Raumnot dringend erforderlichen Bau einer neuen Feuerwache betrifft, werde jetzt konkreter beraten, versprach der Bürgermeister. Ein mögliches Grundstück werde auf seine Eignung überprüft.

Schütte hob die Rolle der Rendsburger Kameraden im Kreisfeuerwehrverband hervor. „Die Rendsburger Wehr ist das Rückgrat der Kreisausbildung.“ Blumen und ein Dankeschön gab es unterdessen für die Frauen und Partnerinnen der Feuerwehrkameraden. Sie hatten wie in den Vorjahren für den wohlschmeckenden Imbiss (Schnitzel, Bratkartoffeln und Pilze) gesorgt, mit dem sich alle vor dem Wahlmarathon stärken konnten.

Rein rechnerisch werden die Rendsburger Brandhelfer fast zweimal täglich zur Hilfe gerufen. Der Jahresbericht 2013 von Wehrführer Gerrit Hilburger weist 666 Einsätze auf – 223 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012. Allerdings waren allein 180 Alarmierungen die Folge des Orkans „Christian“, der Ende Oktober über die Region fegte und zum Teil verheerende Schäden anrichtete.

Personell gab es zahlreiche Änderungen. Die wichtigste betrifft die Position hinter Hilburger. Mit 83 von 85 möglichen Stimmen wurde Jens Schnittker zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt. Er tritt die Nachfolge von Michael Schwandt an, der aus Rendsburg verzogen ist. Schnittker (34) ist seit 2001 in der Rendsburger Feuerwehr und war zuvor Zugführer des 1. Zuges.

„Fakt ist, dass die Einsatzbelastung zugenommen hat, Jahr für Jahr“, stellte Jens Schnittker fest. Eine Reaktion darauf sei, dass tagsüber zwei hauptamtliche Gerätewarte auf der Wache seien. Eine dritte Stelle werde demnächst ausgeschrieben. „Für Einsätze wie Türöffnungen sollen dann die Gerätewarte ausrücken und höchstens eine ,kleine Schleife‘ von 20 Kräften alarmiert werden“, erklärte Schnittker.

Zum Zugführer des 2. Zuges wurde Carsten Bruno Johannes Wittenberg gewählt. Neue Jugendwartin ist Linda Dähne. Michael Bölk wurde ihr Stellvertreter. Andreas Schölz, Fridolin Scheff und Thomas Quindt gewannen die Wahlen zu Gruppenführern. Daniel Potraschke ist der neue Schriftführer.

Die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg, der größten Wehr im Kreis Rendsburg-Eckernförde, ist von 95 auf 92 leicht zurückgegangen. Zwölf Abgängen stehen dabei neun Zugänge gegenüber. Die Jugendfeuerwehr hat 28 Mitglieder, darunter sind sieben Mädchen.

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