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Süderstapel : Feuerwehr vermutet Brandstiftung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fünf Feuer in einer Woche: Drei Waldbrände, Sperrmüllbrand und eine abgebrannte Scheune in Süderstapel. Vermutet wird nun Brandstifung.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 17:21 Uhr

Dreimal Waldbrand an zwei verschiedenen Tagen, einen Sperrmüllbrand vor vier Tagen und in den frühen Stunden des Sonntags gingen wieder die Sirenen – keiner der vor Ort Anwesenden spricht mehr von Selbstentzündung oder Zufall. „Da ist, auch nach der Meinung der untersuchenden Polizeibeamten, Brandstiftung zu vermuten“ erklärt Wehrführer Björn Baumann, der die Einsatzleitung vor Ort hatte. Knapp 500 Rundballen bestes Bioheu fielen den Flammen zum Opfer. Mit Süder- und Norderstapel, Seeth und Drage waren vier Wehren mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort.

Eine besondere Herausforderung waren die langen Wege, um das Wasser an den Brandherd zu bringen. „Ich schätze mal inklusive der Leitungsverzweigungen vor Ort haben wir rund drei Kilometer Schlauch gelegt“, würdigt Baumann die Leistung der Frauen und Männer. Wenige Rundballen konnten mit einem Traktor noch aus der Gefahrenzone gebracht werden, ab sieben Uhr stand dann auch ein Bagger der Firma Heim zur Verfügung, der die Ballen auseinanderzog, um die letzten Glutnester zu löschen. Diese Arbeit dauerte auch nach neun Stunden noch an. „Wir werden am späten Nachmittag oder frühen Abend endlich ,Feuer aus’ melden zu können“, hofft Baumann.

Die Problematik von Maurice Staben, der selber mit am Strahlrohr stand, ist es jetzt, qualitativ gleichwertiges Heu für die Tierfütterung zu finden: „Wenn ich Pech habe, finde ich das erst in Bayern“, beschreibt der Landwirt seine Schwierigkeiten. Bürgermeister Rainer Rahn aus dem Nachbarort Norderstapel kommentierte die Situation mit gefurchter Stirn: „Die Waldbrände waren ja dank früher Entdeckung schnell gelöscht, das ist jetzt offenbar eine Entwicklung zu Größerem.“

Der Humor geht bei aller Wut auf den Brandstifter bei den Wehrleuten aber trotz der Anstrengungen nicht verloren: „Eigentlich haben wir das Brandsoll nicht nur für dieses sondern auch für das nächste Jahr mehr als erfüllt“, klingt es aus der Runde. Einen großes Kompliment machen die Einsatzkräfte ihren Ehefrauen und Freundinnen. Die hatten in kürzester Zeit für Getränke und Frühstück gesorgt, was von allen dankbar angenommen wurde.

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