„Feuerwehr“ steht für Solidarität

Eine Tischglocke  für die Jubläumsjahr-Wehrführer überreichte Kreispräsident Lutz Clefsen (Mitte) an Claus Junge, Breiholz, Joachim  Haagen, Elsdorf-Westermühlen, Kevin Hohnsbehn, Hamdorf und Jürgen Sieh, Hohn, von links.
1 von 2
Eine Tischglocke für die Jubläumsjahr-Wehrführer überreichte Kreispräsident Lutz Clefsen (Mitte) an Claus Junge, Breiholz, Joachim Haagen, Elsdorf-Westermühlen, Kevin Hohnsbehn, Hamdorf und Jürgen Sieh, Hohn, von links.

Breiholzer feierten ihre Brandbekämpfer mit großem Programm / Blaurock-Nachwuchs zeigte bemerkenswerten Einsatz

shz.de von
16. Juni 2014, 13:00 Uhr

An drei Festtagen feierte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Breiholz ihren 125. „Geburtstag“ mit den Wehren Hamdorf, Hohn und Elsdorf-Westermühlen, die alle in diesem Jahr „jubilieren“. Gleichzeitig hatte sich die Breiholzer Wehr als Ausrichterin des Amtsfeuerwehrtages der Hohner Harde zur Verfügung gestellt. Wie berichtet, hatten die Breiholzer ihr Dorf überschwänglich geschmückt. Nach einem Sternmarsch von den Ortsenden trafen die Wehren aus Hamdorf, Hohn, Elsdorf-Westermühlen, Bargstall, Friedrichsholm, Christiansholm sowie die gastgebende Wehr Breiholz – mit Ehrengästen rund 300 Festteilnehmer – auf dem Sportplatz zur Begrüßung durch Bürgermeister Martin Schmedtje und Amtswehrführer Ernst Jensen ein.

„Ji hebbt hier in Breiholz wie de Ameisen arbeitet“, sagte Jensen, ganz beeindruckt von dem durch die Einwohner „über die Toppen“ – Breiholz ist ein altes Seefahrerdorf – geschmückten Ort. „Sie stehen heute mit Recht im Mittelpunkt“, rief Kreispräsident Lutz Clefsen den Feuerwehrleuten und den Zuschauern zu. „Sie treten an bei großen Katastrophen und kleineren Hilfeleistungen und fördern den Zusammenhalt in Ihren Orten, jetzt aber ist Zeit zum Feiern“. Als Ehrengabe des Landes überreichte Clefsen den „Jubiläums-Wehrführern“ Joachim Haagen (Elsdorf-Westermühlen), Jürgen Sieh (Hohn), Kevin Hohnsbehn (Hamdorf) und dem Wehrführer der gastgebenden Wehr, Claus Junge, Tischglocken.

Amtsvorsteher Dirk Reese bezeichnete den Begriff „Feuerwehr“ als Ausdruck der Solidarität innerhalb einer Gesellschaft. Die Frauen und Männer, die sich bei den freiwilligen Feuerwehren engagieren, seien bester Beweis für selbstloses Handeln um des Helfens wegen. Dafür sei seit 125 Jahren eine „unumstößliche Basis“ geschaffen worden. Kreisbrandmeister Matthias Schütte fasste sein Grußwort dahin zusammen: „Ich bin bass erstaunt, wie die Feuerwehr in Ihrer Gemeinde die Menschen mitzieht, bereitwillig für ihr Dorf einzustehen.“

Zu den Gratulanten gehörten auch Jan Traulsen (Wehrführer Amt Fockbek) und Gemeindepastor Klaus-Peter Bregas, der eine Geschichte über die Erschaffung des idealen Feuerwehrmannes erzählte. Dessen Amtskollege aus Hohn, Andreas Wegenhorst, hob die sich verändernden Aufgaben der Freiwilligen Feuewehren unter anderen auf dem Gebiet der Technik hervor.

Die Jugendfeuerwehren Hohn und Hamdorf sorgten danach für Aktivitäten auf dem Festplatz: Die Hohner zeigten ihr Können bei technischen Vorführungen; danach löschten beide Jugendfeuerwehren mit Bravour ein loderndes Feuer, das in einem Holzhaus extra auf dem Festplatz aufgestellt worden war.

Ein Festball mit den „Hohner Dorfmusikanten“ am Abend und ein Zeltgottesdienst am Sonntagmorgen mit dem Kirchenchor und Chorälen, gespielt von den Musikern um Timo Lietzau, ließ Blauröcke und andere Festgäste noch einmal zusammenkommen. Dabei entstand so etwas wie Gänsehautgefühl, als Pastor Bregas den Feuerwehrleuten vor dem Altar den Segen zusprach. Das Nachspiel der Musikanten setzte mit einem Satz aus dem Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart noch einen wunderschönen Schlusspunkt.


zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen