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"Feuer und Flamme" für pflegeleichte Prärie

vom

Anke Clark und ihre Gestaltungsideen / Einige Privatanlagen sind am Sonnabend bei der "Langen Nacht der Gärten" geöffnet

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Haby | Präriegarten - hört sich interessant an. Wer im Internet unter diesem Begriff googelt, stößt sofort auf Anke Clark. Allerdings muss man nicht extra in den kleinen Ort Haby fahren, um ein Präriebeet zu sehen. "Auf öffentlichen Flächen wird diese Bepflanzung gerne gewählt, denn sie ist pflegeleicht", weiß die Gartengestalterin. In der Noorstraße in Eckernförde beispielsweise oder am Rendsburger Bahnhof hat man sich für diese Art der Anlage entschieden: Kiesel bedecken den Boden und machen es unerwünschten Unkräutern schwer. Und die Pflanzen sind ein bunter Mix, denn "in der Prärie wächst auch alles wild durcheinander", erklärt Anke Clark.

Vor zwei Jahren begann sie mit den Arbeiten für ihr Paradies. Anke Clark kennt sich aus. In ihrem früheren Wohnort hatte sie einen großen Rosengarten. Doch inzwischen hatte Anke Clark das Konzept des Präriegartens kennen gelernt. Es hat viele Vorzüge. Und wie Behörden weiß sie es zu schätzen, nicht ständig im Garten arbeiten zu müssen, sondern ihn auch genießen zu können. Außerdem ist so ein Garten "sehr, sehr ökologisch", betont sie. Zahlreiche der Pflanzen locken Insekten an - und so flattern in Haby ständig unterschiedliche Schmetterlinge von Blume zu Blume und ist die sommerliche Luft vom Brummen der Bienen und Hummeln erfüllt, während Anke Clark am Gartentisch selbstgebackenen Scones mit selbstge machter Marmelade serviert.

"Ein Präriegarten kann überall angelegt werden", sagt die Planerin. Denn der Boden wird unkrautfrei gemacht, aufgelockert und dann eine Kieselschicht aufgetragen. Diese verhindert, dass sich Unkräuter festsetzen können. Bei der Pflanzenauswahl wird der Standort berücksichtigt und nach Möglichkeit dafür gesorgt, dass das ganze Jahr Blumen blühen.

Anke Clark beispielsweise ist nicht nur "Feuer und Flamme" für das Präriegarten-Konzept, sondern auch für die gleichnamige Staudenmischung mit ihren Gelb-, Orange- und Rottönen. "Überall sieht man Pink in allen Variationen." Dazu möchte sie einen Kontrapunkt setzen. Die genannte Mischung mit ihren Pflanzen entfaltet im September ihre volle Schönheit. Dann sieht der Garten wieder ganz anders aus als im August oder im Juli. Darum beteiligt sie sich an der Aktion "Offener Garten" und bietet bis in den Oktober hinein Termine in ihrer Habyer Prärie an.

Bei Umsetzung ihrer Ideen auf dem gut 8000 Quadratmeter großen Grundstück hatte sie Unterstützung vom Garten-TeamNord in Rendsburg. "Ich wusste im Voraus, dass ich den Garten für Besucher öffnen möchte", erzählt Anke Clark beim Gang durch ihr grünes Refugium. Entsprechend hat sie alles anlegen lassen: So ist ein Weg speziell für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Eine rundgemauerte Treppe führt von der Terrasse in den Garten, um zu demonstrieren, dass Stufen nicht nur zweckmäßig sein müssen. Und in der langen Gartennacht wird beim Blick über die Stauden eine ganz besondere Atmospähre herrschen.

In der Zeitschrift "LandGang", die Anfang September erscheint, gibt es eine ausführlich Reportage über die Anlage eines Präriegartens, die Vorstellung einer Spezial-Staudenmischung von Anke Clark und ihr Scones-Rezept.

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