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Grossübung : Feuer im Tunnel: Retter bestehen Test

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Feuerwehren aus Rendsburg und Umgebung probten den Ernstfall. Die Bilanz fällt positiv aus: Neue Atemgeräte und Transportwagen sorgen für mehr Sicherheit.

Schwerer Unfall im Kanaltunnel, ein brennendes Auto und dichter Rauch! Diese Situation war das Szenario einer Feuerwehrübung am Freitagabend. Weil der Tunnel wegen Markierungsarbeiten voll gesperrt war (siehe unten), nutzten die Wehren aus Rendsburg, Westerrönfeld, Osterrönfeld und Büdelsdorf die Gelegenheit, unter realitätsnahen Bedingungen den Ernstfall zu proben.

Kurz nach 22 Uhr ging die Alarmierung ein. Neben zwei Unfallfahrzeugen waren zwölf Statisten mit zehn Autos an der Übung beteiligt. Die Rendsburger Feuerwehr kam durch das Nordportal des Straßentunnels, die Westerrönfelder Kameraden näherten sich der Unfallstelle durch die Oströhre, weil ihnen nebenan starker Rauch entgegenkam. Dabei kamen neue Zwei-Flaschen-Atemgeräte zum Einsatz, die die Wehren speziell für die Tunneleinsätze angeschafft hatten. Mit ihnen kann bis zu eine Stunde unter Atemschutz gearbeitet werden – deutlich länger als mit der herkömmlichen Ausrüstung. 15 sogenannte „Langzeitatmer“ besitzt die Rendsburger Wehr, die Westerrönfelder Kameraden nutzen sechs.

„Bewährt haben sich auch die neuen Transportwagen, mit den jeweils drei Verletzte auf Tragen aus dem Tunnel geschoben werden konnten“, erklärte der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hilburger. Seine Kameraden konnten die Unfallstelle schnell erreichen, weil sie freie Sicht hatten. Für die Westerrönfelder Feuerwehrleute war die Lage weitaus schwieriger. Sie wichen auf die Baustellenröhre aus und kämpften sich über Zwischentüren zur Unfallstelle durch.

Im Vergleich zur letzten Großübung 2011 sei alles entspannter abgelaufen, betonte Hilburger nach der Übung mit 90 Beteiligten, die um 23.30 Uhr beendet war. „Die Wehren sind besser vorbereitet und besser ausgerüstet.“ Er kritisierte jedoch, dass die Leitstelle Mitte nach der Meldung eines Pkw-Brandes im Tunnel nur eine kleine Alarmierung herausgegeben hatte. „Fahrzeugbrand im Tunnel – das muss immer ein Großalarm sein.“

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