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Nach tödlichem Unfall : Festgehaltener Frachter „Divine“ darf Rendsburger Hafen wieder verlassen

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Die Heuer ist bezahlt, die Mängel wohl behoben: Die „Divine“ kann in den nächsten Tagen auslaufen.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 16:37 Uhr

Rendsburg | Der seit Mitte Juli aufgrund zahlreicher Mängel im Kreishafen Rendsburg an die Kette gelegte Frachter „Divine“ darf wieder auf Fahrt gehen. „Das Auslaufverbot ist aufgehoben“, sagte Geschäftsführer Pascal Ledune vom Hafenbetreiber, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, am Freitag. Auch ausstehende Heuer sei inzwischen bezahlt. Das Schiff mit seiner etwa zehnköpfigen Besatzung könne in den nächsten Tagen auslaufen.

Ein betrunkener Kapitän, keine Seekarten und eine kaputte Bordwand – die Mängelliste der „Divine“ war lang. Deshalb hatte die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) ein Auslaufverbot für den Frachter verhängt. Seit Mitte Juli lag das Schiff im Rendsburger Kreishafen.

Mitte der Woche war das Schiff bereits in den Schlagzeilen. Ein Crewmitglied war ins Wasser gefallen. „Gegen Mitternacht haben Zeugen beobachtet, wie das Crewmitglied zwischen Schiff und Kai über Bord stürzte“, sagte Werner Thode von der Kriminalpolizei Rendsburg. „Wir gehen von einem Unfall aus.“ Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen dürfte er unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Mittwochnachmittag wurde der Tote aus dem Hafen geborgen.

Die „Divine“ ist ein Frachtschiff, das unter panamaischer Flagge fährt. Es ist 81 Meter lang, zwölf Meter breit und hat einen Tiefgang von 5,9 Metern und wurde 1994 gebaut. Bis 2010 hieß das Schiff „Playa de Finisterre“, danach „Golden Dream“ und „Golden Deam I“ (bis 2012).
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