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Landeszeitung

21. September 2017 | 09:08 Uhr

Karate : Felix Behrendt holt Bronze bei der DM

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei seinem ersten Turnier im Seniorenbereich hat Karateka Felix Behrendt gleich eine Medaille gewonnen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Coburg holte der Nübbeler Bronze.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Vor zwei Monaten feierte Felix Behrendt den bisher größten Erfolg seiner noch jungen Karriere. Der Nübbeler gewann bei der Karate-Europameisterschaft der Junioren in Lissabon die Silbermedaille in der Klasse bis 67 Kilogramm. Es war der krönende Abschluss als Jugendlicher, denn nur einen Tag später wurde Felix Behrendt 18 Jahre alt – und muss fortan bei den Senioren antreten. Mit dem Aufstieg in den Erwachsenenbereich wechselte er auch die Gewichtsklasse. Nun kämpft der Teenager in der „Königsklasse“ bis 75 Kilogramm. Doch auch hier mischt der Nübbeler die Konkurrenz auf. Gleich bei seinem ersten großen Turnier gab es Edelmetall. Bei den Deutschen Meisterschaften in Coburg holte Felix Behrendt überraschend die Bronzemedaille. Im Interview mit der Landeszeitung spricht er über seinen Coup.

Felix Behrendt, Glückwunsch zur Bronzemedaille. Hatten Sie mit einem so erfolgreichen Einstand im Seniorenbereich gerechnet?

Nein, auf keinen Fall. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, dass ich Bronze gewonnen habe.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Coburg gefahren?

Natürlich bin ich sehr ehrgeizig und will immer gewinnen, wenn ich auf der Matte stehe. Aber ich bin ganz locker in die Kämpfe hineingegangen und habe mir überhaupt keinen Druck gemacht. Schließlich war es der erste Wettbewerb in einer neuen Alters- und Gewichtsklasse. Ich wollte einfach gucken, wie weit ich komme, weil ich viele Gegner gar nicht kannte.

Aber die Gegner kannten Sie?

Klar. Durch meine Silbermedaille bei der Junioren-EM habe ich mir schon einen Namen in der Szene gemacht. Die anderen kennen mich und ich habe gemerkt, die haben ja Respekt vor mir.

Und umgekehrt? Hatten Sie Respekt vor ihren Gegnern?

Natürlich. Im zweiten Kampf musste ich gegen Wladislaw Gumarow ran. Der war in seiner Jugend auch mal Vize-Europameister und hat bei Weltmeisterschaften gekämpft. Da denkt man dann schon: Wow – das ist ein ganz schöner Brocken. Und leider habe ich den Kampf auch unglücklich mit 4:5 verloren. Das war dann aber auch die einzige Niederlage.

Im Kampf um Bronze wartete mit Alexander Bachmann ein weiterer Topkämpfer auf Sie?

Ja. Bachmann ist für die diesjährigen Weltmeisterschaften nominiert. Deshalb habe ich mir auch nicht viel ausgerechnet. Aber der Kampf lief von Anfang gut für mich. Am Ende habe ich 8:4 gewonnen und mir die Bronzemedaille gesichert. Das ist schon echt heftig.

Was sind die nächsten Ziele?

Am kommenden Wochenende bin ich in Madrid zu einem Turnier eingeladen. Da treten die vier Besten einer Gewichtsklasse aus Europa gegeneinander an. Ich kämpfe da noch in der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm. Pro Sieg bekommt man 500 Euro. Ich hoffe, ich kann da mein Taschengeld ein bisschen aufbessern.

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