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Kreisbauernverband über die Ernte : Feld-Erträge fast überall gestiegen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Menge und Qualität sind bei Getreide und Gräsern besser als im Vorjahr.

Die Ernte in Rendsburg-Eckernförde ist in diesem Jahr gut ausgefallen. Das bestätigte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Klaus-Peter Lucht, kurz vor dem Abschluss der Feldarbeit auf Nachfrage der Landeszeitung. Die Landwirte seien sowohl mit der Qualität als auch mit der eingebrachten Menge zufrieden, sagte er. Es gebe jedoch regionale Unterschiede. Zudem seien die Preise gesunken.

Besonders die Milchviehbetriebe im Kreis haben es Lucht zufolge gut mit der Gras-Ernte getroffen. Der Ertrag sei im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. „Dadurch ergibt sich eine bessere Situation für die Betriebe, weil sie nicht so viel Kraftfutter zukaufen müssen.“ So entspanne sich die Lage der Höfe, weil die Milchpreise und damit die Erträge zuletzt wieder gesunken seien.

Auch das eingebrachte Getreide, etwa Winterweizen und Wintergerste, übersteige in Menge und Qualität die Ergebnisse der Vorjahre. Da es jedoch in vielen Teilen der Erde gute Ernten gegeben habe, seien auch die Preise weltweit gesunken. Das betreffe auch die Bauern im Kreis Rendsburg-Eckernförde. „Das ist ein Wermutstropfen“, sagte Lucht.

Im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet stehe der Norden besser da als der Süden. Dort habe es viel Regen gegeben. Deshalb seien die Felder schlecht befahrbar gewesen. „Ein Beispiel: Bis vor zwei Wochen stand im Süden noch der Winterweizen auf den Feldern. Hier waren wir schon in der dritten Augustwoche mit der Ernte durch“, sagte Lucht. Nach der Ernte sei auch die Bestellung der Felder zufriedenstellend verlaufen, weil es bis zur laufenden Woche nicht zu viel geregnet habe. „Das ist schon ein guter Grundstein für die Ernte 2015.“

Auch die Maisernte sei in vielen Gebieten weitgehend abgeschlossen. „Damit waren wir so schnell wie noch nie.“ Auch das habe an geringen Regenmengen gelegen. Dadurch seien die Felder gut befahrbar gewesen. Es sei jedoch ein regionaler Unterschied spürbar: Nördlich des Nord-Ostsee-Kanals sei es zu trocken gewesen, sodass die Bauern einen um 20 Prozent geringeren Ertrag als 2013 verzeichneten. Südlich des Kanals habe der Boden jedoch genug Wasser speichern können.

In dieser Erntesaison habe sein Verband keine Beschwerden über verdreckte Straßen im Kreis erhalten. Auf der einen Seite sei auch die geringe Verschmutzung auf die Trockenheit zurückzuführen. „Die Bauern haben aber auch dazugelernt. Trecker mit Kehrbesen sind weit verbreitet, auch bei den Lohnunternehmen“, so Lucht. Dafür spreche er ein großes Lob aus. Beim Kehren habe jeder jedem geholfen.

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erstellt am 08.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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