Ferienprogramm : Feinschliff an der „Stadt der Kinder“

Marek Szlawski schraubt Tische für das Zelt-Restaurant zusammen. Fotos: Becker (2)
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Marek Szlawski schraubt Tische für das Zelt-Restaurant zusammen. Fotos: Becker (2)

Montag öffnet die „Jerry Town“. Aufbau im Arsenal “ läuft.

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12. August 2018, 09:00 Uhr

Rendsburg | Im Innenhof des Bürgerzentrums „Hohes Arsenal“ wird derzeit kräftig gearbeitet. Zelte werden aufgebaut, Stühle und Tische geschleppt, es wird gehämmert und gezimmert. Die Zeit drängt. Denn „Jerry Town“, die „Stadt der Kinder“, öffnet am Montag, 13. August, wieder ihre Tore. Mehr als 190 Jungen und Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren aus Rendsburg und Umgebung werden sich fünf Tage lang auf spielerische Art mit den Abläufen und Strukturen einer Stadt auseinandersetzen. Sie werden im Einzelhandel, in der Gastronomie, dem Handwerk, im „Fairtrade“ (fairer Handel), in Kunst und Kultur für eine Woche Beschäftigung finden. In der „Stadt der Kinder“ gibt es eine eigene Währung, den „Jerry“, es gibt Arbeitsplätze und eine Arbeitsagentur, es werden Löhne gezahlt, Firmen gegründet und Steuern erhoben. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Für dieses Projekt müssen natürlich erst einmal die „Gebäude“ der Stadt errichtet werden. Die meisten davon sind Zelte, aber es gibt auch feste Verkaufsstände aus Holz. Marek Szlawski hantiert geschickt mit dem Akkuschrauber. Er baut Tische für das Restaurant, das in einem großen Zelt untergebracht ist. Cordt Krampe und Sebastian Hein schleppen Bodenplatten für das „Sparkassen-Zelt“. Hier werden alle Geldgeschäfte für die Bewohner von „Jerry Town“ abgewickelt. Auszubildende der Sparkasse Mittelholstein geben den Kindern dabei Tipps.

Die Fäden für das reibungslose Funktionieren des Projekts laufen bei Matthias Gröning vom Fachdienst Familie zusammen. Er kann auf 35 freiwillige Helfer zurückgreifen. Martin Glüsing vom Stadtteilhaus Mastbrook gehörte fünf Jahre dem Ältestenrat in der „Stadt der Kinder“ an. „In diesem Jahr mache ich ein eigenes Angebot: Basteln mit alten Schallplatten“, kündigte er an und schleppte zwei Kisten voller Langspielplatten aus seinem Auto. Die Scheiben hat er von der Abfallwirtschaftsgesellschaft, die diese aus dem Angebot für ihren nächsten Flohmarkt ausgesondert hat. „Wenn man eine Schallplatte erwärmt, kann man sie formen oder mit einem Skalpell schneiden“, sagte er.

Kinder werden Erwachsenen Führungen durch „Jerry Town“ anbieten. Interessierte melden sich am Eingang in der „Tourist Information“ an. Besuche sind am Montag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr möglich, außerdem am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 9.30 bis 16 Uhr, ebenso am Freitag von 9.30 bis 11.30 Uhr.

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