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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 11:20 Uhr

1. Basketball-Regionalliga : Feier-Laune

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 1. Basketball-Regionalliga feierten die Rendsburg Twisters einen wichtigen 92:81-Heimsieg gegen den ASC 46 Göttingen. Bester Werfer bei den Gastgebern war Center Christopher Geist mit 30 Punkten.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 06:05 Uhr

Die dreistündige Fahrt nach Bremerhaven hätte für Bjarne Homfeldt weitaus unangenehmer werden können. Mit jeder Menge Glückshormone im Körper setzte sich der 33-Jährige in der Nacht zum Sonnabend in seinen Wagen und machte sich auf den Weg in die 215 Kilometer entfernte Stadt im nordöstlichen Elbe-Weser-Dreieck, wo er übers Wochenende als Trainer der schleswig-holsteinischen Auswahl der U13 beim Turnier „Talente mit Perspektive“ des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) im Einsatz war. Als Vereinscoach hatte Homfeldt zuvor einen wichtigen Sieg feiern können. „Den wichtigsten im bisherigen Saisonverlauf“, sagte der Coach des BBC Rendsburg mit Blick auf den 92:81 (25:21, 51:35, 76:56)-Heimerfolg über den ASC 46 Göttigen in der 1. Regionalliga. „Hätten wir das Spiel verloren, wären die Chancen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken. Und dann wäre die Fahrt mit den vielen Negativgedanken nach Bremerhaven zur Qual geworden.“ Zwar nehmen die Twisters als Tabellenelfter nach wie vor einen Abstiegsplatz ein, liegen allerdings mit dem Zehnten BBC White Devils Cottbus nach Punkten nun gleichauf – und in zwei Wochen sind die Sachsen-Anhaltiner zu Gast in der Rendsburger Herderhalle.

Der Willen, das eminent wichtige Spiel gegen Göttingen zu gewinnen, war den Gastgebern vom Anpfiff an anzumerken. „Das war eine ganz andere Körpersprache als zuletzt bei der blamablen 51:74-Niederlage in Vechta. Wir haben uns aus unserer Mini-Krise herausgekämpft. Die Jungs wussten, was auf dem Spiel stand und haben dem enormen Druck Stand gehalten“, freute sich Homfeldt über die Leistungssteigerung seiner Spieler gegenüber der Vorwoche. „ Da lagen Welten zwischen beiden Spielen.“ Vor allem im zweiten Viertel spielten die Gastgeber groß auf, provozierten mit einer aggressiven Defensive viele Ballverluste der Göttinger, zogen im Angriff ein variables Spiel auf und kamen zu sehenswerten Korberfolgen wie beispielsweise durch einen Alley oop von Terence Billups zum 43:30 nach Zuspiel von Patrick Sopha (17.). Als eifrigster Punktesammler bei den Twisters entpuppte sich indes Center Christopher Geist, der seine physischen Vorteile unter dem gegnerischen Korb zu nutzen wusste und am Ende auf 30 Zähler kam. „Er war sicherlich der herausragende Akteur in einer starken Mannschaft“, meinte Homfeldt, der aber auch Anlass zur Kritik sah: „Wir haben leider leichtfertig einen höheren Erfolg verschenkt.“ Denn im Schlussviertel gingen die Rendsburger vor 257 Fans in der Abwehr nicht mehr so konzentriert zu Werke wie in der halben Stunde zuvor. Der üppige 20-Punkte-Vorsprung schmolz bis zum Abpfiff auf elf Zähler zusammen. Homfeldt: „Ich hoffe nicht, dass uns das noch einmal teuer zu stehen kommt. Für den direkten Vergleich wäre es besser gewesen, wenn wir höher gewonnen hätten. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass ich mit dem Spiel und vor allem mit dem Sieg an sich sehr zufrieden bin. Für die Psyche war der Sieg sehr sehr wichtig.“

Nicht allzu gut zu sprechen war Homfeldt indes auf Abdul Ahmed. Der 25-jährige Walliser saß am Freitagabend in Zivil auf der Bank und wird aufgrund eines Ermüdungsbruches im Schienbein in dieser Saison nicht mehr für die Twisters auflaufen können. „Das ist sehr ärgerlich. Wir hatten große Hoffnungen in Abdul. Leider kam er nicht austrainiert zu uns, der Bruch ist die Folge der Belastung in den vergangenen Wochen. Abdul hatte schon länger Probleme mit dem Schienbein, uns das aber verheimlicht und auch den Arzttermin immer wieder verschleppt. Das ist unprofessionelles Verhalten.“ Ob die Twisters jetzt noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden, ließ der Coach offen, bis zum 31. Januar hat der Verein Zeit. Homfeldt: „Einfach wird das sicher nicht. Der Spieler muss zu uns passen, uns sportlich weiterhelfen und vor allem finanzierbar sein.“

Rendsburg Twisters: Brodersen (10/1x3), Menges (n.e.), Daugs (4), Billups (18), Hillner (9/1x3), Gottschalk (n.e.), Sopha (7/1x3), Schleth (n.e.), Rixen, Klevermann (8), Geist (30), Ruppert (6/1x3).

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