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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 01:23 Uhr

Handball-SH-Liga der Männer : Feier-Abend

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga bezwang die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD den bisher ungeschlagenen Tabellenführer HSG Ostsee mit 29:28. Das Siegtor erzielte Jens-Christian Woldt Sekunden vor dem Abpfiff.

Eine packende Schlussphase erlebte ihren Höhepunkt. Zwischen der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD und dem Klassenprimus der Handball-SH-Liga, der HSG Ostsee N/G, stand es sechs Sekunden vor dem Abpfiff 28:28. Über die schnelle Mitte bediente Finn Kohnagel den mitgelaufenen Jens-Christian Woldt, der den Ball zum 29:28 (14:10) im Gäste-Tornetz zappeln ließ. Abpfiff, grenzenloser Jubel: 300 Fans verwandelten die Heidesandhalle in ein Tollhaus.

Nach dem 28:17 bei der HSG Tills Löwen feierte Trainer Rainer Peetz nach seiner Rückkehr zur HSG Schülp/Westerrönfeld/RD nicht nur seinen zweiten Sieg, sondern auch mit dem Erfolg über den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter HSG Ostsee N/G ein perfektes Heimspieldebüt. Mit dem achten Saisonsieg betrieben die Westerrönfelder Schützenhilfe für den Lokalrivalen HSG Eider Harde, der sich mit 32:15 (15:4) gegen die HSG Tills Löwen durchsetzte und nunmehr nur noch einen Punkt hinter den Ostsee-Ballwerfern befindet.

Vor voller Hütte zeigte der Tabellenvierte gegen den vermeintlichen Überflieger eine beherzte Partie. Selbst das schnelle 0:2 brachte die Peetz-Schützlinge nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Bis zur 13. Minute wurde der Rückstand in eine eigene 6:2-Führung gedreht. Maßgeblichen Anteil an der 14:10-Pausenführung hatten der reaktionsschnelle Torwart Jörg Henningsen und Abwehrchef Christopher Sawitzki „Beide haben nach dem 6:2 dafür gesorgt, dass die HSG Ostsee N/G bis zur Pause nicht wieder herangekommen ist und wir mit einem Vier-Tore-Polster in die Halbzeit gehen konnten“, lobte HSG-Co-Trainer Rainer Pohl-Thur.

Die Gäste konnten zwar im zweiten Durchgang auf 14:16 verkürzen, doch bis zum 21:19 behaupteten die Hausherren den knappen Zwei-Tore-Vorsprung.

Die Einwechslung von Ostsee-Spielertrainer Thomas Knorr, 83 Mal für die Handball-Nationalmannschaft aktiv, stellte die Gastgeber vor Probleme. Plötzlich führte der Favorit mit 26:25. Nach dem Ausgleich legte Schülp/Westerrönfeld zweimal eine Führung hin, der Spitzenreiter konterte nervenstark. Alfred Hitchcock hätte diesen Krimi nicht besser initiieren können. Als die HSG Ostsee ein letztes Mal egalisieren konnte, schlug der Moment von Matchwinner Woldt. Sein Tor des Tages konnten die konsternierten Gäste nicht mehr kontern. Stattdessen startete in der „Heidesandhölle“ der Feier-Abend.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Treziak, Tietjens, Henningsen – Sawitzki (2), Pieper (2), Woldt (7/4), Seehase, Cardis, Ranft (4), J. Hartwig, Bünger (1), Kohnagel (3), Walder (6), Petriesas (4/2).

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