Fehlbetrag von 63 700 Euro

Hauptausschuss berät Haushalt für 2019 / Neue Kredite nicht geplant

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28. November 2018, 17:40 Uhr

Das Ziel, 2019 einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen, wird Kropp knapp verfehlen: Der Entwurf weist einen Jahresfehlbetrag von 63 700 Euro auf. „Ursprünglich war der Haushalt für 2018 ähnlich“, sagte Bürgermeister Stefan Ploog – jetzt liegt der Überschuss bei 850 000 Euro. Ab 2020 sieht die Planung Überschüsse von jeweils über 700 000 Euro vor.

Der Hauptausschuss empfahl einstimmig die Haushaltssatzung, die Florian Kendler vorstellte. Im Ergebnisplan liegen die Erträge bei 16,2 Millionen Euro (2018: 16,5 Millionen Euro), die Aufwendungen bei 16,3 Millionen Euro (2018: 15,7 Millionen Euro). Der Finanzplan weist Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit von 16 Millionen Euro (2018: 15,8 Millionen Euro) und Auszahlungen von 15,3 Millionen Euro (2018: 14,7 Millionen Euro) auf. Die liquiden Mittel betragen 57 653 Euro gegenüber 522 053 Euro in diesem Jahr.
Die Gemeindeanteile an der Einkommensteuer sollen um 270 000 Euro auf 2,57 Millionen Euro steigen und stellen mit den Gewerbesteuereinnahmen von 1,8 Millionen Euro sowie allgemeinen Schlüsselzuweisungen von 2,2 Millionen Euro die wesentlichen Erträge dar.

Andererseits wird Kropp voraussichtlich vier Millionen Euro als Umlage and Kreis und Amt abführen – 270 000 Euro mehr als im laufenden Jahr. 2020 wird mit den geplanten Senkungen der Kreisumlage von 37,23 auf 36,32 Prozent sowie der Gewerbesteuerumlage von bisher 68,5 auf 35 Prozent eine Entlastung stattfinden.

Auszahlungen aus Investitionstätigkeit belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Darunter sind 200 000 Euro für die Außenanlage des Rathauses, 105 000 Euro für den Ersatz eines Kommunalfahrzeugs und 848 000 Euro für die Bauarbeiten zur Erweiterung des Baugebiets „Am Möhlensoll“. Im Freibad sind insgesamt 220 000 Euro für einen neuen Turm für die Schwimmmeister sowie die Sanierung der Herren-Duschen, des Kinderplanschbeckens und der Durchschreitebecken vorgesehen, 30 000 Euro davon in 2019.

„Die Verbindlichkeiten betragen 18 Millionen Euro“, sagte Florian Kendler. Darunter seien 5,2 Millionen Euro für 1126 Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG, die eine garantierte Dividende von 144 800 Euro bringen. „Damit kann man fast vollständig die Zinsaufwendungen der Gemeinde abdecken“, erklärte er. Neue Kredite sind nicht geplant, allerdings wird eine vorgesehene Sondertilgung in Höhe von 400 000 Euro ausgesetzt.

In seinem Bericht ging Bürgermeister Stefan Ploog auf das veraltete EDV-System im Rathaus ein, mit dem es „massive Probleme“ gebe. Statt für 138 000 Euro einen neuen Server zu kaufen, soll dieser für 2580 Euro im Monat geleast werden. „Der Vorteil ist, dass wir nach fünf Jahren neue Hardware kriegen können“, erklärte er.

Der Ausschuss empfahl die neue Gebührensatzung für die Beseitigung von Abwasser aus Grundstückskläranlagen. Die kalkulierte Grundgebühr für die Regelabfuhr beträgt 81,98 Euro und für bedarfsorientierte Abfuhren 109,66 Euro.

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