„Fast wie eine Trauung“

Gemeinsam eröffnen Propst Sönke Funck (links) und der katholische Pfarrer Manfred Beuke die neue Bleibe des ZeKiD.
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Gemeinsam eröffnen Propst Sönke Funck (links) und der katholische Pfarrer Manfred Beuke die neue Bleibe des ZeKiD.

Zentrum für Kirchliche Dienste (ZeKiD) präsentierte neue Räume neben katholischer Kirche Sankt Martin

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23. Januar 2015, 12:14 Uhr

Die Parallelen zu einer Hochzeit zogen sich durch den gestrigen Nachmittag: „Wir wollen die Zukunft dieses Unternehmens unter den Segen Gottes stellen – vergleichbar zu einer ökumenischen Trauung“, sagte Manfred Beuke, Pfarrer der katholischen Gemeinde Sankt Martin, und konnte sich den schelmischen Verweis auf seine weiße Robe und den schwarzen Talar des evangelischen Kollegen Sönke Funck nicht verkneifen.

Sie beide gestalteten gestern Nachmittag einen Gottesdienst anlässlich der offiziellen Einweihung der neuen Räume des Zentrums für Kirchliche Dienste (ZeKiD).

Am Margarethenhof 41 rücken im Schatten des Kirchturms von Sankt Martin die katholische Gemeinde und das evangelische ZeKiD eng zusammen. Propst Funck sprach in seiner Andacht von einer „gemeinsamen Perspektive mit den katholischen Geschwistern“. Das ehemalige katholische Gemeindehaus und das Pastorat wurden neu gestrichen, einige Wände eingerissen und Brandschutzauflagen erfüllt, so dass ab Mitte September die Mitarbeiter des ZeKiD in die gemieteten Räume einziehen konnten.

Mittlerweile läuft dort schon längst das übliche Kursprogramm, aber seit gestern ist es amtlich: Das ZeKiD hat ein neues Zuhause. Heimweh zum abgerissenen Christophorushaus war gestern nicht zu spüren, ganz im Gegenteil: „Wir sind hier körperlich und mental gut angekommen, überall stießen wir auf offene Arme. Wir fühlten uns vom ersten Tag an wohl und das scheinen wir auch auszustrahlen. Einige Kunden haben schon gesagt, dass man uns anmerkt, dass wir hier gerne sind“, sagte Pastor Henning Halver, Leiter des ZeKiD.

Mehr als 100 Gäste waren zur offiziellen Eröffnung der Räumlichkeiten gekommen. Entsprechend eng wurde es im größten Raum des Hauses. Aber als alle Grußworte gesprochen waren, verlief sich die Masse, als die vielen Neugierigen schnell das ganze Gebäude für sich einnahmen. Sie schnappten sich einige Mitarbeiter und ließen sich von ihnen durch alle drei Stockwerke führen. So zogen viele kleine Gruppen durch das Haus, lugten in Büroräume, schlenderten durch Seminarräume, genossen den Ausblick auf die verschneite Mühlenau und den Gartenbereich, inspizierten das Souterrain sowie den Trakt für die Jugendlichen. Für die 789 Quadratmeter gab es Lob von allen Seiten. Und auch wenn es noch Schwierigkeiten mit dem Telefon gibt, so kann man sich eine Nummer im ZeKiD schon einmal merken: Im Zimmer 112 ist das Sekretariat untergebracht. Halver: „Da werden Sie geholfen.“

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