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Fachdienstleiter pensioniert : Fast ein halbes Jahrhundert für die Kreisverwaltung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Manfred Marschall geht nach 47 Jahren Dienst im Kreishaus in den Ruhestand. In seiner abwechslungsreichen Laufbahn war er im Jugendamt, Ordnungsamt sowie im Schul- und Kulturamt tätig.

Karteikarten ablegen und Führerscheine schreiben – als Manfred Marschall 1967 mit 17 Jahren seine Lehre bei der Kreisverwaltung Rendsburg begann, wollte er gleich wieder aufhören. „Es war eine stupide, wenig abwechslungsreiche Arbeit“, blickt er auf die Anfänge zurück. Das änderte sich jedoch grundlegend, auch ohne die mahnenden Worte seines Vaters: „Von dem habe ich damals Feuer bekommen.“ Manfred Marschall machte die Arbeit so viel Freude, dass er ihr 47 Jahre treu blieb. Nun ist er in den Ruhestand verabschiedet worden.

Der 64-jährige Rendsburger blickt auf ein abwechslungsreiches Arbeitsleben zurück. Zuletzt leitete er als Oberamtsrat die Ordnungsbehörde des Kreises. Diese Funktion hatte er 2006 übernommen.

„Mir hat die Arbeit immer so viel Spaß gemacht, weil ich mit Menschen zu tun hatte“, sagt Manfred Marschall. Vor der Ordnungsamtsleitung hatte er vielfältige Aufgaben. Seit 1993 leitete er das Schul- und Kulturamt. Dort organisierte er den Kreistheatertag, den Kulturpreis und verschiedene Wettbewerbe. „Untypische Aufgaben für eine Behörde – das war der Reiz daran“, sagt er.

Vor dieser Zeit hat Manfred Marschall bereits sieben Jahre im Ordnungsamt verbracht: Seit 1986 war er dort für Jagdangelegenheiten zuständig. „Ich hatte mit der Welt der Jagd überhaupt nichts zu tun.“ Vorher war er schließlich im Jugendamt eingesetzt. Doch bei Versetzungen sei damals nicht lange gefragt worden, er habe den Bescheid einfach auf den Tisch bekommen. Doch auch in diese Aufgabe fuchste er sich schnell hinein. Marschall machte sogar den Jagdschein, um mit den rund 2000 Jägern im Kreis auf Augenhöhe zu sprechen, wenn es um Abschusspläne und die Einteilung von Jagdgebieten ging. Der Jagd geht er heute noch im Hegering Hohn nach.

„Die Arbeit im Jugendamt war eine sehr prägende Zeit “, sagt er. Dort hatte er nach seiner Inspektor-Ausbildung und der Wehrpflicht 1974 angefangen. Manchmal musste er auch Kinder aus Familien herausnehmen. „Das war sehr belastend“, sagt er.

Auf den Dienst schaut Manfred Marschall positiv zurück. „Ich kann aber auch gut loslassen.“ Der dreifache Vater hat nun mehr Zeit für seine zwei Enkelkinder. Außerdem möchte er die Renovierung seines Hauses und die Gartengestaltung vorantreiben. Zudem widmet er sich mehr der Vorstandsarbeit im Rendsburger Tennisverein und in der Gesellschaft für Stadt- und Kreisgeschichte widmen.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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