"Familienbüros" stehen auf der Wunschliste

Wünsche und Forderungen: Kurt Hegner mit  Jugendhilfe-Mitarbeiterin Bente Nielsen. Foto: gutsche
Wünsche und Forderungen: Kurt Hegner mit Jugendhilfe-Mitarbeiterin Bente Nielsen. Foto: gutsche

Nur 25 Teilnehmer bei der Familien-Konferenz Kropp-Stapelholm

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18. Juni 2011, 06:24 Uhr

Kropp | Wie können die Lebensbedingungen der Familien verbessert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Regionalkonferenz, zu der Kurt Hegner, der Jugendhilfeplaner des Kreises Schleswig-Flensburg, und Timo Krux, der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, nach Kropp eingeladen hatten. Obwohl die Einladung an alle Kommunalpolitiker, die Schulen und Kindertagesstätten des Amtes Kropp-Stapelholm, an alle Vereine sowie an alle Bürger gegangen war, hatten sich nur 25 Interessenten im Forum eingefunden.

"Unsere Familien sind Mittelpunkt und Leistungsträger unserer Gesellschaft", sagte Kurt Hegner bei der Vorstellung seines Familienberichtes. Deshalb müssten die Rahmenbedingungen durch "freiwillige Leistungen" trotz der finanziellen Misere der Kommunen verbessert werden, forderte er. Gerade der Kreis und auch die Gemeinde Kropp, die als "kinder-, jugend- und familienfreundliche" Institutionen ausgezeichnet wurden, müssten diese Bestrebungen nicht aus den Augen verlieren.

Aus dem Teilnehmerkreis kamen dazu Ideen und Forderungen. Passende Busverbindungen, Verbesserung der Infrastruktur, Förderung der Bildungseinrichtungen, Angebote für eine angemessene Freizeitgestaltung, eine ganztägige Betreuung in Kindertagesstätten und Schulen sowie mehr Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren standen zum Schluss auf der Wunsch-Tafel. In den dezentral gelegenen Sozialzentren sollte es Vertrauenspersonen für die betroffenen Familien geben. Die Einrichtung von "Familienbüros" und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhilfe sowie die Förderung der Sozialarbeit in den Schulen waren weitere Forderungen.

Kurt Hegner fasste das Ergebnis zusammen: "Prävention geht vor Intervention."

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