zur Navigation springen
Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 14:10 Uhr

Falsch-Parker Image-Film Eis-Bären

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 14:35 Uhr

Nur mal schnell beim Bäcker reinhüpfen, Briefmarken kaufen oder ein Rezept beim Arzt abholen – jeder kennt das: Man stellt das Auto ab, um eine kurze Besorgung zu erledigen, und bei der Rückkehr klemmt ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer. Ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist allerdings ein Knöllchen, das kürzlich in Kiel verteilt wurde: Den Falschparkern wurde darin angeboten, das fällige Bußgeld abzugelten, indem sie eine Spende an die Arche Warder richten. Mindestens fünf Euro, dann sei die Sache gegessen. Das Presseteam des Tierparks teilte mit, sich mit Befremden und Verärgerung von dem schlechten Scherz zu distanzieren. Mit ganz viel Pech müssen sich die falschen Politessen, die es im besten Fall einfach nur gut mit den Tieren gemeint haben, auf rechtliche Schritte gegen sie einstellen. Bisher gibt es aber keine Hinweise auf ihre Identität.

Um Identität geht es auch bei einem Projekt, das die Aukruger derzeit umsetzen: einen Imagefilm über ihr Dorf. Dieser wird aktuell anlässlich der 888-Jahr-Feier gedreht. Gezeigt werden unter anderem Aufnahmen vom Segelflugverein, den „Erna“-Auerochsen und von der Fachklinik Tönsheide. Der Film soll eine Art Appetitanreger sein, der Gemeinde mal einen Besuch abzustatten, sagt Joachim Hinz, der für die Filmaufnahmen zuständig ist. Der Berufsschullehrer hat sich einen Namen als Tierfilmer gemacht – aktuell arbeitet er an einem Projekt über Igel und Maulwurf.

Von größerem Kaliber sind Eisbären. Heute ist der Internationale Welttag den Polarbären zu Ehre. Das größte an Land lebende Raubtier der Erde ist perfekt an seine Umgebung angepasst – und doch sind die Tiere bedroht. Eisbären sind das traurige Symbol des Klimawandels. Ihr Lebensraum geht drastisch zurück – auch durch die Förderung von Erdöl und -gas in den arktischen Regionen. Außerdem gibt es immer noch Hobbyjäger, die für eine solche Trophäe viel Geld zahlen. Es gibt den Spruch „Im Nachhinein ist man immer schlauer“. Ist eine Tierart aber ausgestorben, ist es zu spät – gehandelt werden muss jetzt. Im Internet findet man eine traurig lange Liste von Tieren, die nach 1500 ausgestorben sind – Schuld ist fast immer der Mensch. Es wäre unglaublich schade, wenn der Eisbär dort auch irgendwann stünde. Ein Anfang, den jeder einzelne machen könnte wäre, ab und zu das Auto stehen zu lassen. Dann gibt’s auch kein Knöllchen...

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert