zur Navigation springen

Erster Schritt : Fall Hertie: Politik beschließt Einstieg in Kaufverhandlungen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburger Politik hat den ersten konkreten Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Erwerb und Abriss der Hertie-Ruine getan.

Die Rendsburger Politik hat den ersten konkreten Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Erwerb und Abriss der Hertie-Ruine getan. Aus dem Bauausschuss erging der Auftrag an die Stadtverwaltung, mit dem Insolvenzverwalter der Immobilie in Kaufverhandlungen zu treten. Der Beschluss wurde am späten Dienstagabend in nicht-öffentlicher Beratung gefasst. Bauausschuss-Vorsitzender Marc-Olaf Begemann (SPD) gab nach der Sitzung um 21.30 Uhr bekannt, dass man die Verwaltung beauftragt habe, „Gespräche über einen eventuellen Ankauf des Hertie-Grundstücks aufzunehmen. Der Bauausschuss wird im Rahmen der Altstadtsanierung Nutzungskonzepte beraten“. Der Beschluss sei einstimmig erfolgt, hieß es aus dem Gremium.

Der „Fall Hertie“ wird wie berichtet nicht-öffentlich behandelt, um etwaige Kaufverhandlungen nicht zu stören. Die Kluft zwischen den Preisvorstellungen des Insolvenzverwalters und dem Ergebnis einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Expertise, die den tatsächlichen Wert der Immobilie bemisst, ist groß. Die Rede ist von 1,7 Millionen Euro, die die Seite des bisherigen Hertie-Haus-Besitzers verlangt, und einer hohen sechsstelligen Euro-Summe, die im sogenannten Verkehrswertgutachten für den Gebäudekomplex genannt wird.

Bis das Hertie-Haus möglicherweise abgerissen wird, ist es noch ein weiter Weg. Selbst wenn die Stadt und der Insolvenzverwalter handelseinig werden sollten, müsste zunächst die Ratsversammlung entscheiden, ob Rendsburg Eigentümer des seit August 2009 leer stehenden Ex-Kaufhauses werden soll. Vor allem aus der CDU gab es zum Teil vehementen Widerstand. Ein Argument ist der hohe Schuldenstand der Stadt. Völlig unklar ist auch, was nach einem Abriss mit der dann weitgehend freien Fläche zwischen Altstädter Markt und St.-Marien-Kirche passieren soll.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Jan.2014 | 09:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen