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Landeszeitung

21. August 2017 | 16:21 Uhr

Extra-Weg für wasserscheue Friesen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fließendes Gewässer entpuppte sich beim Grünkohlritt als echtes Hindernis

Dass Friesenhengste extrem wasserscheu sind, ist eine Erkenntnis des „Grünkohlritts im Naturpark Aukrug“, den 15 Reiterinnen aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg gemeinsam absolvierten. Start und Ziel des Ausritts war die Anlage des „team horsetrail“ in Mörel.

Die Tour begann mit einem Abstecher in das Buckener Autal. Die Auerochsen des Vereins für „Extensive Robustrinderhaltung im Naturpark Aukrug“ (ERNA) bekamen die Reiterinnen nicht zu Gesicht. „Das war zu diesig, und die Rinder waren auch zu weit weg“, berichtete Petra Dau vom „team horsetrail“. Auf dem Weg Richtung Rade ritten die Teilnehmerinnen über ein Maisfeld. „Das ist das Einzigartige an dieser Veranstaltung, dass wir auch teilweise durch die Wiesen reiten“, vermerkte Petra Dau, die sich vor den „team horsetrail“-Ausritten die nötige Durchreiterlaubnis von Landwirten, Privatwaldeigentümern und Staatsforstbehörden holt.

Eine weitere Besonderheit des seit 2007 jährlich stattfindenden „Grünkohlritts“ ist das Durchqueren des Mühlenbachs in Rade. Ein Wasserhindernis, das den beiden einzigen Hengsten der Gruppe – den Friesen „Torino“ und „Tomke“ – nicht ganz geheuer war. „Fließendes Wasser kennen die Pferde nicht so“, erläuterte Petra Dau, „das Plätschern ist für manche Pferde ein Problem.“

„Torino“ und „Tomke“ wollten partout nicht über den Bach, und darum musste sich Berittführerin Claudia Stroth vom „team horsetrail“ ganz schnell eine Alternativroute für die beiden wasserscheuen Friesen ausdenken. Am Kyffhäuserplatz in Nindorf schlossen „Torino“, „Tomke“ und „Leotie“ (Claudia Stroths Knabstrupper) wieder zur restlichen Reitgruppe auf. Der Rückweg durch den Dahlen musste in Anbetracht der Zeitverzögerung am Mühlenbach ein wenig abgekürzt werden, damit der vereinbarte Grünkohl-Essenstermin in der Heuherberge Mörel eingehalten werden konnte.

Der Grünkohlritt war die Abschlussveranstaltung der diesjährigen „Stern-Stafettenritte“: einer Aktion des Pferdesportverbands Schleswig-Holstein, mit der die Teilnehmer auf die aus ihrer Sicht verbesserungswürdige Reit- und Fahrwegesituation im Pferde- und Reiterland Schleswig-Holstein aufmerksam machen wollen. Alle Reiterinnen des Grünkohlritts konnten eine Urkunde sowie eine Stallplakette des Pferdesportverbands mit nach Hause nehmen.

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