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In und um Rendsburg : Es wird wieder chaotisch

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab Montag brauchen Autofahrer in und um Rendsburg wieder besonders starke Nerven. Die Zahl der Baustellen an Hauptverkehrsadern in der Region steigt von drei auf fünf.

Die Autofahrer in der Region werden sich wieder auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen müssen. Landrat Rolf-Oliver Schwemer konnte den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr nicht dazu bewegen, den für Montag angekündigten Beginn der Bauarbeiten auf der Rader Hochbrücke zu verschieben. Weiteres Ungemach droht zwischen Kropp und Rendsburg, wo die B77 halbseitig gesperrt werden muss. Somit wird sich die Zahl der neuralgischen Stellen im Verkehrsnetz rund um Rendsburg ab dem 12. Mai von drei auf fünf erhöhen. Mit Staus aufgrund von Bauarbeiten muss nämlich nicht nur auf der Hochbrücke und der B77 gerechnet werden, sondern weiterhin am Kanaltunnel, auf der B202 bei Osterrönfeld sowie auf der Landesstraße 328 zwischen Bargstedt und Timmaspe.

Schwemer hatte Vertreter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, der Polizei sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zu einem runden Tisch eingeladen. Ziel war es, zumindest mit dem Baubeginn auf der Hochbrücke so lange zu warten, bis beispielsweise die halbseitige Sperrung der B202 wieder aufgehoben werden kann. Der Landesbetrieb hat laut Landrat jedoch keine Möglichkeit gesehen, diesen Wunsch zu erfüllen. Die entsprechenden Aufträge seien bereits an die Baufirmen ergangen, eine Verschiebung sei nicht mehr machbar.

Der Landrat bezeichnete das Ergebnis des runden Tisches als „unbefriedigend“. Dies sei ein weiterer Beleg dafür, dass die Planung der einzelnen Baustellen künftig besser aufeinander abgestimmt werden müsse. Schwemer will seinen Teil dazu beitragen. Er kündigte an, künftig zu Beginn eines jeden Jahres alle Verantwortlichen einzuladen, um die Baustellen-Planung zu koordinieren. „Es muss gelingen, sich früher als bisher über die Termine auszutauschen“, sagte der Chef der Kreisverwaltung.

Kritik an der Verkehrssituation gab es gestern von der Industrie- und Handelskammer (IHK). „Die Situation für die Unternehmen wird immer unerträglicher und kostet Tag für Tag mehr Geld“, sagte Rainer Bock, Leiter der IHK-Zweigstelle in Rendsburg. „Die neuen Einschränkungen auf der Rader Hochbrücke sowie den weiteren vier Baustellen und wahrlich nicht zuletzt die durch Tempo 30 herabgesetzte Leistungsfähigkeit der westlichen Kanaltunnel-Röhre ist für viele Unternehmen das Gegenteil von Koordination. Wir brauchen dringend eine bessere Abstimmung unter den Behörden“. Bock weiter: „Es ist ja nicht gerade so, dass sich der Wirtschaftsraum Rendsburg angesichts überbordender Attraktivität einige Nachteile leisten könnte. Und von einer vertrauensbildenden Maßnahme für einen gut koordinierten Ausbau der A7 kann man angesichts dieser Lage auch nicht sprechen“. Letztlich zeigt sich nach Auffassung der IHK: „Die Behörden agieren wohl auch deshalb unkoordiniert, weil die Planungen und Vergaben zu lange dauern und zu inflexibel sind. Damit können und dürfen wir uns nicht zufrieden geben“.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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