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Transall : Es wird still am Himmel über Hohn

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bauarbeiter übernehmen das Kommando auf dem Flugplatz in Hohn. Entwässerungsrinnen an der Startbahn müssen erneuert werden. Alle Flüge werden bis November nach Jagel verlegt.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 21:15 Uhr

Fast zwei Monate war es lauter als sonst am Himmel über der Region. Damit ist es seit vergangener Woche vorbei: Die Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 „Immelmann“ haben den normalen Flugbetrieb an ihrem Heimatstandort wieder aufgenommen und müssen nicht mehr nach Hohn ausweichen. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten in Jagel sind beendet.

Doch nun stehen Bauarbeiten auf dem Flugplatz in Hohn an. Aus diesem Grund werden alle militärischen und zivilen Flüge bis Anfang November nach Jagel verlegt. Zehn Maschinen vom Typ Transall und bis zu zehn Learjets der Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD) absolvieren in den kommenden Monaten ihre Übungs-, Einsatz- und Auftragsflüge von Jagel aus. Grund sind Erdarbeiten an der Startbahn in Hohn. Dort müssen fast 50 Jahre alte Entwässerungsrinnen ausgetauscht werden, um auch in den nächsten Jahren einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.

Nach Angaben von LTG-Pressesprecher Udo Keuche werden Drainage-Rinnen auf einer Gesamtlänge von sechs Kilometern erneuert. In der ersten Phase nehmen sich die Arbeiter das zentrale Stück der Start- und Landebahn vor. Sie soll zuerst fertig werden, um so früh wie möglich wieder zumindest für Landungen leerer Transall zur Verfügung zu stehen. Zum Beispiel, wenn die Transportflugzeuge in die Wartung müssen.

Die Soldaten des Geschwaders treten ihren Dienst unverändert von Hohn aus an. „Vorgespräche und Flugvorbereitung finden weiter hier statt“, sagt Keuche. „Danach geht es für die Besatzungen auf der Straße nach Jagel. Der Flugbetrieb verlängert sich dadurch um etwa 50 Minuten.“ Der Transfer der Transall nach Jagel wird im laufenden Flugbetrieb abgewickelt. Maschinen, die in Hohn zu ohnehin geplanten Flügen abheben, landen in Jagel. Gesonderte Verlegungsflüge gibt es nicht. Bis Freitag sollen zehn Transall den Fliegerhorst verlassen haben. Alle anderen Maschinen bleiben am Platz. An ihnen werden geplante Wartungen ausgeführt. Der Tower wird während der Bauphase geschlossen, das Personal nutzt die Zeit der Bauarbeiten nach Angaben von LTG-Sprecher Keuche zur Aus- und Weiterbildung.

Die weißen Learjets der Gesellschaft für Flugzieldarstellung, die im Auftrag der Bundeswehr fliegen und Luftziele simulieren, werden am kommenden Wochenende nach Jagel verlagert. Dann tritt für Wochen das ein, was sehr selten ist am Himmel über Hohn: Stille.

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