„Es ist ein Trauerspiel“

ij-hartmutschalke
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05. November 2013, 14:07 Uhr

Rita Gosch (Kirchengemeinderat Hanerau-Hademarschen): „Ich bin vom Brand an in die Geschichte involviert und weiß in der Kirche quasi wo jeder Nagel sitzt. Wir mussten viel Kritik aushalten. Dabei haben wir sorgfältig gearbeitet und alle Auflagen erfüllt. Der Bau der Kirche hat schon sehr viel Kraft gekostet. Jetzt ist die Kirche geschlossen und niemand weiß, wie die Sache ausgehen wird. Für uns alle ist die Situation ganz schön schlimm. Es ist ein Trauerspiel.“

Elke Pieper (Kirchengemeinderat Hanerau-Hademarschen): „Wir stehen nach wie vor zu unserer Kirche und finden sie toll, trotz der Kritik. Es ist so traurig, von den Ämtern so wenig Hilfe zu bekommen. Diese Ungewissheit ist schlimm und fast neigt man dazu, zu resignieren. Wir wissen keine Antworten auf die Fragen, die an uns herangetragen werden, da es ein schwebendes Verfahren ist.“

Eckart Niemöller (Theodor-Storm-Apotheke): „Man hat das Gefühl, dass die Gläubigen und die Kirchengemeinde mit dem Problem allein gelassen werden. Ich vermisse ein klares Bekenntnis vom Kirchenbauamt zur aktuellen Situation und dessen Bereitschaft, dafür gerade zu stehen. Von oben scheint sich niemand mehr für das Problem hier zu interessieren, das ist ein Trauerspiel. “

Hartmut Schalke (Storm-Experte): „Von dem entsetzlichen Brand vor beinahe zehn Jahren hat sich unsere St.-Severin-Kirche eigentlich nie richtig erholt. Befremdlich ist allerdings, wie lange es dauert, bis festgestellt ist, wer nun für den Pfusch am Bau verantwortlich zu machen ist. Wie immer geht es um Gutachten und letztlich um Geld, und die interessierten Kirchenbesucher haben das Nachsehen, eventuell noch einige Jahre.“

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