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Podiumsdiskussion in Nortorf : "Es fehlt nur die Eckernförder Bucht"

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Politiker sind sich einig über Attraktivität der Stadt.

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erstellt am 03.Mai.2013 | 09:03 Uhr

Nortorf | "Mit einigen Antworten bin ich sehr zufrieden, mit anderen jedoch nicht", resümierte Jutta Kock nach der Podiumsdiskussion am Montagabend im "Holsteinischen Haus". Die Vorsitzende des Seniorenrates der Stadt und ihre Kollegen hatten Politiker aus allen Parteien zum Frage-Antwort-Spiel vor den Kommunalwahlen eingeladen. Rund 40 Gäste waren der Einladung ebenfalls nachgekommen und verfolgten den Höhepunkt des Wahlkampfes. "Ich hätte mir schon ein paar mehr Zuschauer gewünscht", betonte Jutta Kock, "aber es war auch so ein schöner und aufschlussreicher Abend."

Bürgermeister Horst Krebs und Frauke Schütt vertraten die CDU, Alfred Tiesler und Mareike Schlüter die SPD. Für die FDP war Holger Krüger anwesend für die Grünen Angelika Bretschneider. Moderiert wurde das Ganze von Christiane Salzbrenner vom Offenen Kanal Kiel, die souverän durch den Abend führte. Primär ging es darum "Fragen, die das alltägliche Leben betreffen zu klären", so Jutta Kock, die die Podiumsdiskussion eröffnete.

Einig waren sich die Politiker das Hauptaugenmerk auf einen stabilen Haushalt zu legen, denn "ohne gerade stehende Finanzen geht es nicht", betonte Krebs. Während die CDU sich für ein neues Kulturzentrum (KuNo) stark macht, setzt die SPD im Wahlkampf auf soziales Wohnen. Mehr bezahlbare Wohnungen für Jung und Alt und barrierfreie Wohnungen müssen auf den Markt, forderte Alfred Tiesler. Angelika Bretschneider sagte: "Unser wichtigstes Interesse gilt dem Energiewechsel. Die Stadtwerke und das Stromnetz sind geblieben und nicht verkauft worden. Das ist ein wichtiger Schritt." Jetzt müssten die Stadtwerke auf mehr erneuerbare Energien setzen, so die Politikerin weiter. Für Holger Krüger stand fest, dass "Prestigeobjekte wie KuNo nicht durchgedrückt werden müssen" und betonte, dass die Stadt beim Schuldenabbau schon auf einem guten Weg sei, aber "noch Luft nach oben ist."

Für weiteren Gesprächsstoff sorgten auch die Themen Fachärzte), betreutes Wohnen und die Attraktivität der (Innen-)Stadt. Letzteres, so waren sich die Politiker einig, ist der große Vorteil der Stadt. "Wir haben hier alles vor Ort. Und wenn nicht, dann verfügt Nortorf über eine klasse Infrastruktur in alle Richtungen", sagte Holger Krüger. Vor allem für junge Familien sei Nortorf ein schöner Ort zum Leben, mit Schulen und vielen anderen Angeboten vor der Tür. "Es fehlt eigentlich nur die Eckernförder Bucht", sagte Krüger und lachte.

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