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Bücherei Büdelsdorf : Es begann mit 350 Werken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Erfolgsgeschichte begann am 9. November 1925. An diesem Tag wurde die Büdelsdorfer Bücherei gegründet. Heute können die Kunden ihren Bedarf an Unterhaltungsstoff aus 30 000 Medien auswählen.

Romane und Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher, Zeitschriften, CDs – 30  000 Medien stehen in der Büdelsdorfer Stadtbücherei für die Ausleihe bereit. Und die Benutzer, im vergangenen Jahr waren es 1647, greifen 150  000 Mal im Jahr zu. Die Erfolgsgeschichte der Bücherei begann vor 90 Jahren, am 9. November 1925. Da wurden die kleinen Büchereien von Arbeiter- und Bildungsvereinen zur Gemeindebücherei im zweiten Stock des ehemaligen Sparkassengebäudes in der Hollerstraße zusammen gelegt. Im Bestand waren 350 Bücher. Die Bücherei war fünf Stunden in der Woche geöffnet.

1933 traf eine Säuberungsaktion des nationalsozialistischen Regimes auch die Büdelsdorfer Bibliothek. 520 Bücher wurden aussortiert und auf dem Paradeplatz in Rendsburg verbrannt. Nach dem Krieg wurde die Bücherei am 22. Oktober 1945 wieder eröffnet und wurde stark genutzt. Durch viele Flüchtlinge und Vertriebe hatte sich die Einwohnerzahl verdoppelt. Für viele Menschen bedeutete das Lesen die einzige Ablenkung von der Misere der Nachkriegsjahre.

1959 erhielt die Gemeindebücherei einen Neubau in der Straße „Zur Bücherei“, wo sie noch heute ihren Standort hat. Das erste nach dem Krieg in Holstein gebaute Büchereihaus sei beispielgebend gewesen, betonte Bürgermeister Jürgen Hein. Die „Beispielbibliothek für Gemeinden gleicher Größe“ wurde von Fachleuten und Besuchern aus zwölf Staaten und drei Erdteilen aufgesucht, wie Eintragungen in das Gästebuch beweisen.

1999 wurde die Gemeinde- zur Stadtbücherei. Ein Jahr darauf erfolgte die Umstellung auf EDV-unterstützte Ausleihe. Seit 2006 kooperieren die Stadtbüchereien Büdelsdorf und Rendsburg, um beide Standort langfristig zu sichern. Leser können mit ihrer Benutzerkarte in beiden Büchereien ausleihen.

2014 war die Büdelsdorfer Bücherei ohne hauptamtliche Leitung. Mit der Wiederbesetzung der Stelle durch die Diplom-Bibliothekarin Mareike Skibba unterstrich die Stadt Büdelsdorf, ihre eigenständige Bücherei langfristig erhalten zu wollen. „Diese Entscheidung fiel einstimmig“, betonte die stellvertretende Bürgervorsteherin Maike Wilken.

Die Pläne, die Bücherei in das zukünftige Grundschulzentrum in der Akazienstraße zu verlegen, seien vom Tisch, sagte Hein. Das derzeitige Gebäude sei von der Lage und von der Substanz bestens geeignet. Im kommenden Jahr soll die Bücherei durch ein Lesecafé mit Terrasse noch attraktiver werden.

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erstellt am 14.Nov.2015 | 15:47 Uhr

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