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Bagger und Bauzäune : Erweiterung der Schule Altstadt sorgt erneut für Diskussionen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bagger und Bauzäune stehen dort, wo eigentlich Kinder spielen sollen. Der Pausenhof der Schule Altstadt ist eine große Baustelle, auf der nicht viel passiert. Der Grund ist der vom Finanzausschuss erlassene Sperrvermerk.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Bagger und Bauzäune stehen dort, wo eigentlich Kinder spielen sollen. Der Pausenhof der Schule Altstadt ist eine große Baustelle, auf der nicht viel passiert. Der Grund ist der vom Finanzausschuss erlassene Sperrvermerk. Er verhindert die Fortsetzung der Bauarbeiten für neue Unterrichts- und Lehrerzimmer (wir berichteten). Der Fachdienst Hochbau überprüfte daraufhin Raumbedarf und Sparvorschläge. Die Ergebnisse: Die neuen Zimmer werden gebraucht. Die Sparvorschläge bei den Baumaterialien senken die Kosten von 3,7 Millionen Euro nur minimal.

Zuerst befasst sich der Bauausschuss am 28. Januar mit Aufhebung des Sperrvermerks. Hört man sich bei den Parteien um, stehen sich zwei Positionen gegenüber.

SPD, Modernes Rendsburg, SSW und die Grünen sprechen sich für die Aufhebung des Baustopps aus. „Wir unterstützen den Neubau“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Helge Hinz. „Eine Verzögerung ist nicht in unserem Sinne.“ Er geht davon aus, dass der Sperrvermerk aufgehoben wird. Andreas Vollstedt vom SSW stimmt einer zügigen Aufhebung des Baustopps zu. Die Raum-Verhältnisse an der Schule seien nicht länger tragbar.

„Ich finde es unmöglich, dass nicht weitergebaut wird“, sagt Sabine Stechmann (Modernes Rendsburg). Sie bezweifelt eine Ersparnis durch eine Umplanung. Diese kostet ebenfalls Geld. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es durch neue Planungen so viel günstiger wird.“ Armin Rösener von den Grünen ist nach wie vor für den Umbau. Er bedauert die durch den Baustopp verlorene Zeit. „Sie wird sich kaum aufholen lassen.“

Klare Ablehnung gegen die Aufhebung des Sperrvermerks signalisiert hingegen die CDU. „3,7 Millionen Euro halten wir für nicht finanzierbar“, sagt Fraktionsvorsitzender Thomas Krabbes. Er sprach sich für die Einführung einer Kostenbegrenzung aus. Keiner bezweifle die Notwendigkeit neuer Räume, aber man müsse sich Gedanken machen, wie es günstiger gehe.

Schulleiterin Kirsten Koppelmann macht sich Sorgen über die Position der CDU. Sie fordert die Politik zum Handeln auf: „Der Umbau muss endlich umgesetzt werden“, erklärt sie. Die Schulleiterin sieht dabei die Stadt in der Pflicht. Die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule passierte auf Veranlassung der Stadt. „Was uns die Gymnasien wert sind, muss uns auch eine Gemeinschaftsschule wert sein“, sagt Rösener. Ob dies der Fall ist, werden die nächsten Ausschuss-Sitzungen zeigen.

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