Hauptversammlung : Erstmalig mehr als 1000 Aktionäre

Jeder Aktionär und Gast wurde von den Vorstandsmitgliedern (rot-weiß gestreifte Krawatte) per Handschlag begrüßt. Von links: Vorsitzender Dr. Sören Abendroth und seine Kollegen Harald Weiß und Bernd Jäger.
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Jeder Aktionär und Gast wurde von den Vorstandsmitgliedern (rot-weiß gestreifte Krawatte) per Handschlag begrüßt. Von links: Vorsitzender Dr. Sören Abendroth und seine Kollegen Harald Weiß und Bernd Jäger.

Sparkasse Mittelholstein: Bilanzsumme stagniert, aber größeres Kreditvolumen und gleichbleibend hohe Dividende.

shz.de von
25. Mai 2018, 10:26 Uhr

Rendsburg | Die Sparkasse Mittelholstein AG hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich gebracht. Im Mittelpunkt stand die Fusion mit dem Institut aus Hennstedt-Wesselburen, die Vorstand und Mitarbeiter gleichermaßen forderte. Umso mehr freute sich Vorstandsvorsitzender Dr. Sören Abendroth am Mittwochabend auf der Hauptversammlung in der ACO-Thormannhalle darüber, dass die Fusion reibungslos über die Bühne ging und die Bilanz keine Schrammen abbekam.

3,2 Millionen Euro – 600 000 Euro mehr als im Vorjahr – stehen als Gewinn in der Bilanz. Von den mehr als 330 im Saal anwesenden Aktionären und Aktionärsvertretern stimmte lediglich einer gegen den Vorschlag des Vorstandes, die Dividende auf Vorjahresniveau zu belassen. 2,05 Euro werden pro Aktie ausgeschüttet – das entspricht 1,75 Millionen Euro. Gleichzeitig versetzt dieser Beschluss den Vorstand in die Lage, 1,45 Millionen Euro in die Gewinnrücklage zu stecken.

Die Bilanzsumme belief sich auf 2,652 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,657 Milliarden), die Kundeneinlagen wurden mit 1,62 Milliarden Euro ausgewiesen (Vorjahr: 1,52 Milliarden). Das Kreditvolumen stieg um 350 Millionen auf 2,093 Milliarden Euro. „Nicht vollauf zufrieden“ zeigte sich Abendroth mit dem Versicherungs- und Wertpapiergeschäft. Die über die Sparkasse getätigten Wertpapierumsätze lagen mit 156 Millionen Euro um 2,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Das in Rendsburg beheimatete Geldinstitut zählt zum illustren Kreis der fünf Sparkassen in Deutschland, die in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt werden. Und aus diesem Kreis sticht sie noch hervor. Denn sie ist die einzige Sparkasse, an der sich Privataktionäre beteiligen können. Im vorvergangenen Jahr schrammte das Haus noch knapp an der 1000-Eigner-Marke vorbei, aktuell sind es 1030. Die Privataktionäre vereinigen knapp sieben Prozent der Stimmen auf sich. Der Löwenanteil entfällt auf institutionelle Anleger wie die Hamburger Sparkasse mit 51,45 Prozent. Weitere Aktionäre sind der Zweckverband Sparkasse Hennstedt-Wesselburen (20,28 Prozent), die Stiftung Spar- und Leih-Kasse in Rendsburg (13,37), die Stadt Büdelsdorf (5,14), der Zweckverband Sparkasse Mittelholstein (1,69) und die Stadt Rendsburg (1,3).

Mit der Arbeit des Vorstandes unter Leitung von Sören Abendroth sowie des Aufsichtsrates, der von Axel Kodlin geführt wird, zeigten sich die Aktionäre zufrieden. Es gab keine kritische Anmerkung. Einstimmig wurden allen Entlastung erteilt – auch dem im vergangenen Jahr nach erfolgreich angebahnter Fusion mit Hennstedt-Wesselburen in den Ruhestand getretenen langjährigen Vorstandschef Manfred Buncke. Ihm dankten die Aktionäre mit einem großen Applaus für sein Wirken.

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