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Hanmdball-Oberliga : Erster gegen Letzter: Was soll da schief gehen?

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wenn die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen am Sonntag nach Hamburg reisen, ist ein Sieg fest eingeplant.

Könnte man Wetten platzieren auf Spiele der Handball-Oberliga der Frauen, wäre die Quote auf einen Auswärtssieg der HSG Kropp/Tetenhusen bei Aufsteiger Niendorf/Wandsetal verschwindend gering. Wenn der unangefochtene Tabellenführer beim abgeschlagenen Schlusslicht antritt (Sonntag, 15 Uhr), dürfte der Spielausgang so gut wie feststehen. Was soll da schief gehen?

Zumal das Team aus Hamburg seit elf Spiele auf den nächsten Punktgewinn wartet. Auch das Hinspielergebnis lässt wahrlich nicht darauf schließen, dass Niendorf dem Spitzenreiter in der Rückrunde Paroli bieten könnte. Die HSG überfuhr die Gäste in der Geestlandhalle mit 37:8. Damals saß Trainer Dirk Schlegel nach seinem Wiedereinstieg das erste Mal auf der Bank. Er erlebte einen Torreigen erster Güte. Der bemitleidenswerte Liga-Neuling hatte augenscheinlich große Probleme mit dem harzverklebten Ball. „Offensichtlich hatten die Niendorferinnen einen rabenschwarzen Tag erwischt“, sagt Schlegel. Er hält den Gegner trotz aller scheinbar eindeutiger Vorzeichen für unberechenbar. Die Trotzreaktion, die Niendorf direkt nach der Klatsche in Kropp gezeigt hat, verleitet ihn zu der Annahme. Nach der erdrutschartigen Niederlage luchste der Aufsteiger dem amtierenden Meister TSV Ellerbek einen Punkt ab – eine mittelschwere Sensation.

Schlegels Alarmglocken beginnen zu schrillen. Denn am vergangenen Wochenende erlebte Niendorf/Wandsetal ein ähnliches Debakel wie Mitte September in Kropp. Bei Holstein Kiel/Kronshagen setzte es eine deftige 11:31-Pleite. „Wir müssen aufpassen. Ich erwarte einen Gegner mit Wut im Bauch“, so Schlegels Einschätzung. Was Ellerbek widerfahren ist, soll seinem Team erspart bleiben. Spekulationen hin, Prophezeihungen her: Fakt ist, dass die Kropperinnen als turmhoher Favorit in die Partie gehen. „Wir werden heiß sein und sollten in der Lage sein, den Tabellenletzten zu schlagen“, stellt Schlegel klar.

Die HSG fährt mit voller Kapelle nach Hamburg, wobei Sarah Jörgensen und Dörte Paul auf einige Pausen hoffen dürfen, um ihre Wehwehchen auszukurieren. Schlegel: „Ich möchte die beiden eigentlich schonen, damit sie in den entscheidenden Spielen Vollgas geben können.“ Nicht nur der aktuelle Kader treibt den Coach um, auch die neue Saison wirft ihre Schatten voraus. Schlegels Telefonleitungen glühen heiß – bislang jedoch ohne großen Erfolg: „Ich spreche viele Spielerinnen an, aber es ist schwer, welche zu finden, die sich bereit erklären, mehr zu trainieren als anderswo.“

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erstellt am 26.Jan.2014 | 13:00 Uhr

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