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1. Basketball-Regionalliga : Erleichterung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburg Twisters feierten in der 1. Basketball-Regionalliga einen wichtigen 85:66-Heimsieg gegen den BBC Cottbus. Damit hat das Team von Trainer Bjarne Homfeldt die Abstiegsränge verlassen.

Die Twisters verwandelten die Herderhalle in ein Tollhaus. 396 Fans, die Saisonrekord bedeuteten, hatten sich in der Schlussphase längst von ihren Sitzen erhoben und spendeten Standing Ovations. Mit dem umjubelten 85:66 (20:15/44:30/69:46)-Heimsieg gegen den BBC White Devils Cottbus überflügelte der BBC Rendsburg nicht nur die Brandenburger in der Tabelle, sondern verließen auch seit langem wieder die Abstiegsplätze in der 1. Basketball-Regionalliga.

Nach den Erfolgen zuhause gegen Bremerhaven (78:51) und Göttingen (92:81) glückte der dritte Heimsieg in Folge gegen einen direkten Abstiegskandidaten. „Die Mannschaft hat dem enormen Druck Stand gehalten. Dieser Sieg ist in unserer Situation sehr viel wert, zumal er zweistellig ausfiel. Am Ende kann ein Dreier-Vergleich zwischen Cottbus, ASC 46 Göttingen und uns über einen Abstieg entscheiden. Auf Grund des hohen Sieges gegen Cottbus haben wir aber eine gute Grundlage geschaffen“, erklärte ein sichtlich zufriedener Bjarne Homfeldt. Dass sich eine solche Gemütslage beim Twisters-Trainer einstellen konnte, war auch mit Neuzugang Gediminas Butkus zu verdanken. Sein Blitz-Transfer (die LZ berichtete) erwies sich als Volltreffer. Als Homfeldt den Litauer gegen die „weißen Teufel“ aus Cottbus nach sechs Minuten erstmals aufs Feld schickte, brandete starker Beifall auf. Der Point Guard dankte es mit einem ganz starken Auftritt. Wie ein Derwisch flitzte er durch die Reihen der Gäste und brachte seine Mitspieler immer wieder in gute Wurfpositionen. „Er hat seine Aufgabe, unser Spiel schneller zu machen, nahezu optimal erfüllt. Dabei hat er nach meiner Einschätzung noch nicht am Limit gespielt“, lobte Homfeldt den 27-Jährigen, der bei seinem Debüt im Twisters-Dress vier Punkte erzielte. Erfolgreichster Korbjäger bei den Hausherren war mit 21 Punkten einmal mehr Center Christopher Geist, dem Homfeldt „eine Riesenentwicklung in den vergangenen Wochen“ bescheinigte. Geist und Fabian Klevemann (6 Punkte) spielten ihre Längenvorteile unter dem gegnerischen Brett immer wieder aus. „Das hatte ich auch so erwartet“, meinte Homfeldt, dessen Team sich zu Beginn des zweiten Viertels deutlicher absetzen konnte und beim 25:15 (12.) erstmals mit zehn Punkten führte. In der Folgezeit hatten die Gastgeber die „Devils“ weitestgehend unter Kontrolle. Lediglich der überragende Christopher Iles war nie ganz auszuschalten. Mit 29 Zählern war der US-Amerikaner auffälligster Spieler auf dem Parkett der Herderhalle. Doch ein Iles alleine reichte nicht gegen stark aufspielende Twisters. „Uns haben mit Center Michael Möbes und Karim Elsayed zwei große Spieler gefehlt. Das konnten wir nicht auffangen“, führte Gäste-Coach Steven Herfurth als Entschuldigung an.

Auch wenn die Hausherren zeitweise mit 23 Punkten Vorsprung führten (69:46/29.), konnte Homfeldt nie die negativen Gedanken an das Hinspiel abschütteln. Im ersten Duell Mitte Oktober lagen die Rendsburger 100 Sekunden vor dem Abpfiff mit sieben Punkten in Front, gaben aber den schon sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen. Homfeldt: „Ich habe immer nur gehofft, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert, denn Cottbus ist eine Come-Back-Mannschaft, die auch in scheinbar aussichtslosen Situationen noch einmal ein Spiel drehen kann.“ Erleichtert war der Twisters-Coach deshalb erst, als der Abpfiff ertönte und sich die Spieler von den Fans feiern lassen durften.

Twisters Rendsburg: Brodersen (8/2x3), Butkus (4), Daugs (6), Billups (19), Hillner (8/1x3), Gottschalk (1), Sopha (5), Schleth, Rixen (1), Klevemann (6), Geist (21), Ruppert (6/1x3).

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