zur Navigation springen
Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 12:27 Uhr

Erlebnisbad auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Büdelsdorf kann nicht mehr aus dem Vollen schöpfen / Im Etat klafft eine Lücke von 4,5 Millionen Euro

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Die Zeiten, in denen Büdelsdorf bei Bedarf auf seine Rücklagen zurückgreifen konnte, sind vorbei. Zwar ist die Einnahmesituation nicht schlecht, aber die Ausgaben steigen Jahr für Jahr. Nach derzeitigem Stand fehlen in dem 19-Millionen-Haushalt für das kommende Jahr 4,5 Millionen Euro im Finanzplan. 3,5 Millionen Euro davon für Investitionen sollen, ein Novum in der Stadt, durch Kredite finanziert werden. Bei den laufenden Kosten besteht ein Minus von etwa einer Million Euro.

„Haushaltskonsolidierung“ ist das Thema. Dass damit auch Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen verbunden sein können, sorgt für Unruhe. Das wurde in den jüngsten Ausschusssitzungen deutlich, als Bürger gegen eine befürchtete Schließung des Naturerlebnisbads und die Schulplanung Position bezogen.

Man werde das Freibad, die Volkshochschule und die Sportstätten auf den Prüfstand stellen, sagte Bürgermeister Jürgen Hein in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Das werde offen und transparent geschehen, betonte er gestern in einem Gespräch mit der Landeszeitung, in dem er mit Bürgervorsteher Horst Eckert den Weg zur Konsolidierung erläuterte.

Bei freiwilligen Leistungen wie dem Naturerlebnisbad oder den Sportstätten werde man sich die betriebswirtschaftliche Seite ansehen, aber auch im Auge behalten, welche Auswirkungen Schließungen oder Einschränkungen auf die Bürger haben. „Zum Schluss zählen die Zahlen, aber die Attraktivität der Stadt soll erhalten bleiben.“

Der Neubau der Heinrich-Heine-Schule und die Zusammenlegung der Grundschulen seien politisch unstrittig, betonte Horst Eckert. Die Schulentwicklungsplanung werde die Region „pushen“, zeigte sich Hein überzeugt. Um die Stadt weiter zu entwickeln, müsse in Schulen und Kinderbetreuung investiert werden. Nur dann werde man einen Zuzug von jungen Menschen und damit von dringend benötigten Arbeitskräften erreichen.

Mit durchschnittlich 450 000 Euro pro Jahr, gerechnet auf 25 bis 30 Jahre, bezifferte Eckert die Kosten für die Schulneuplanungen. Am 16. Januar berät der Hauptausschuss den Haushalt 2014. Bis dahin sucht die Verwaltung weitere Einsparungsmöglichkeiten.





Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen