zur Navigation springen

grippewelle im Raum Rendsburg : Erkältungstee löst Bürokaffee ab

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Region Rendsburg schnieft, fröstelt und hustet. Betriebe, Verwaltungen und Schulklassen sind ausgedünnt. Feuerwehr bleibt trotz Ausfällen einsatzbereit.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die große Erkältungswelle macht auch der Region Rendsburg zu schaffen. Büros sind zur Hälfte oder mehr verwaist, statt Kaffee mit Milch wird Erkältungstee mit Zitrone getrunken. In vielen Betrieben kommt es zwar zu Engpässen, größere Komplikationen blieben jedoch bisher aus.

„Wir sind auch betroffen, die allgemeine Erkältungswelle macht auch vor dem Kreis Rendsburg-Eckernförde nicht halt“, sagte Kreissprecher Martin Schmedtje gestern. „Wir haben einen erhöhten Krankenstand, aber das Tagesgeschäft kann wie gewohnt bewältigt werden.“ Der Krankenstand lag im Januar bei knapp neun Prozent, erläuterte Schmedtje, diese Zahl beziehe sich auf die Summe aller Arbeitstage der insgesamt 703 Beschäftigten des Kreises. Zum Vergleich: Im vergangenen Oktober fielen 6,9 Prozent der summierten Arbeitstage wegen Krankheit aus.

Ausgedünnt ist derzeit auch der Umwelt- und Technikhof (UTH) der Stadt Rendsburg. „Der Krankenstand ist höher als sonst“, meldete Betriebsleiter Niels Faust auf Anfrage. „Der Winterdienst ist aber gewährleistet.“

Im Büdelsdorfer Rathaus ist die Lage entspannt. „Wir sind von der Grippewelle relativ verschont geblieben“, stellte Bürgermeister Jürgen Hein fest. „Toi, toi, toi, wir sind gut davongekommen. Ob es an unserem Gesundheitsmanagement liegt oder ob wir einfach Glück haben, weiß ich nicht.“

Am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg war die Schulleitung gestern zuversichtlich, dass das schlimmste bereits überstanden ist. „Momentan sind die Fehlzeiten bei Lehrern und Schülern nicht wirklich dramatisch“, sagte Schulleiter Berthold Kayma. Kritisch sei die Lage in den vergangenen zwei Wochen gewesen. So habe eine Klasse beispielsweise einen Krankenstand von fast 50 Prozent gehabt, so Kayma. Jetzt scheine sich die Situation zu normalisieren. „Bleibt zu hoffen, dass nicht noch eine zweite Welle kommt.“

Angela Walter, Apothekerin in der Kronwerk-Apotheke an der Hollesenstraße, versorgt dieser Tage überdurchschnittlich viele Patienten mit Medikamenten gegen grippale Infekte. „Häufig verschreiben die Ärzte Antibiotika, starke Hustenmittel oder Mittel gegen Mandelentzündungen“, erzählte sie. „Extrem viel los“ sei am Sonntag gewesen, als die Apotheke Notdienst hatte.

Bei der Feuerwehr Rendsburg, so der stellvertretende Wehrführer Jens Schnittka, sichere bei hohem Krankheitsstand die gute Truppenstärke die Einsatzbereitschaft. Wenn das Mitglied einer Löschgruppe das Bett hüten muss, meldet sich der Betreffende beim Gruppenführer ab. Der trägt die Information weiter an die Wehrführung. Bei einem Einsatz sei es üblich, dass doppelt so viele Brandbekämpfer alarmiert werden wie benötigt, erläuterte Schnittka. So sind immer genügend Feuerwehrleute da, um die Fahrzeuge zu besetzen. Stellt der Einsatzleiter fest, dass es personell doch nicht reicht, wird die nächste Bereitschaftsstufe der Wehr alarmiert. Und sollte selbst dann noch Not am Mann sein, zum Beispiel weil es sich um ein besonders großes Feuer handelt, gibt es ja noch die Wehren in den benachbarten Kommunen. „Dass wir die rufen mussten, ist schon lange nicht mehr vorgekommen“, sagte der stellvertretende Rendsburger Wehrführer.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen