Hommage a Fritz : Erinnerung an einen „Mentor und Motor“

Erinnern an ihren verstorbenen Kollegen: Claudia Sperlich, Corinna Kraus-Naujeck, Birgit Rautenberg-Sturm, Kerstin Mempel, Tom Müllers und Jutta Reichelt (von links) mit einem Selbstporträt von Fritz Menzer.
Erinnern an ihren verstorbenen Kollegen: Claudia Sperlich, Corinna Kraus-Naujeck, Birgit Rautenberg-Sturm, Kerstin Mempel, Tom Müllers und Jutta Reichelt (von links) mit einem Selbstporträt von Fritz Menzer.

Der Künstlerbund Rendsburg-Eckernförde stellt im Rendsburger Museum aus. Er erinnert an sein 2012 verstorbenes Mitglied Fritz Menzer. Unter dem Titel „Vielfalt erleben“ sind insgesamt 64 Werke zu sehen.

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12. September 2014, 15:08 Uhr

Fritz Menzer war Dozent und Professor für Kunstpädagogik in Kiel. Aber er war auch Künstler. Vor zwei Jahren ist er gestorben und hinterließ in seinem Nortorfer Atelier zahlreiche Bilder. Unter dem Titel „Hommage à Fritz – Vielfalt erleben“ sind einige seiner Werke ab morgen im Museum zu sehen – neben Arbeiten seiner Wegbegleiter aus dem Künstlerbund Rendsburg-Eckernförde.

„Es sind nicht nur neue Werke“, sagt Kerstin Mempel, „sondern auch ältere.“ Aber eines ist ihnen gemeinsam: „Sie haben einen Bezug zu Fritz.“ Als einen „Mentor und Motor“ bezeichnet ihn Martin Westphal, Leiter der Museen im Kulturzentrum. Welche Bedeutung Menzer für den Künstlerbund hatte, wird deutlich, wenn dessen Mitglieder sich an ihn erinnern. Ein brillante Intelligenz bescheinigt ihm Corinna Kraus-Naujeck, die es ihm ermöglicht habe, Dinge auf den Punkt zu bringen. Auch in vereinsrechtlichen Fragen war Menzer hilfreich. „Er hat sich sehr für die Gruppe eingesetzt“, sagt Tom Müllers. Eine Gruppe, deren Mitglieder aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde, aber auch aus Kiel und Umgebung kommen oder in Norwegen leben, wie Christian- Ivar Hammerbeck.

Mit „Memory - Fritz“ erinnert Corinna Kraus-Naujeck an den Mentor. Großformatig setzt „Ruhig und nicht“ von Ute Meise einen Bezug zu dem ruhigen Wesen des Professors. Aber auch „Trauer“ von Anna Brunner-Mocka steht in klarem Bezug zum Titel der Schau. Rechts und links davon sind kleine Zeichnungen ausgestellt, die Tom Müllers und Mitstreiter im Nortorfer Atelier „in den untersten Schubladen“ fanden, als sie nach Absprache mit der in London lebenden Menzer-Tochter den Nachlass sichteten.

An einer Wand hängen zart-gelbe Landschaftsaquarelle von Fritz Menzer, in der Mittel „Adieu Fritz“ – eine Art Kreuz aus Pappe und Pappbändern von Rufina Schröter. Hier muss man schon ganz genau auf den Boden schauen, um die beiden hellgrauen Steine zu bemerken – Arbeiten von Tom Müllers. Unübersehbar ist dagegen ein rundlicher Torso von Jutta Reichelt. In dieser Ausstellung kann man in der Tat „Vielfalt erleben“.

> Ausstellungseröffnung am Sonnabend, 13. September um 17 Uhr, Museen im Kulturzentrum

> Geöffnet Di.-Fr. 10-18 Uhr, Sa.+So. 10-17 Uhr, bis 26. Oktober,

3. Oktober geschlossen

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