Hohenwestedt : "Erfolgsmodell" soll erhalten bleiben

Großbaustelle: Wegen des langen Winters gibt es Verzögerungen bei der zweiten Erweiterung der 'Schule Hohe Geest', im Rahmen derer für 6,25 Millionen Euro 21 neue Klassenräume entstehen. Foto: Kühl
Großbaustelle: Wegen des langen Winters gibt es Verzögerungen bei der zweiten Erweiterung der "Schule Hohe Geest", im Rahmen derer für 6,25 Millionen Euro 21 neue Klassenräume entstehen. Foto: Kühl

Schule Hohe Geest: Gymnasium mit Regionalschul- oder Gemeinschaftsschulteil. Bauarbeiten leiden unter der winterlichen Witterung.

Avatar_shz von
12. April 2013, 08:42 Uhr

HOHENWESTEDT | "Vielleicht kommen wir noch wieder in unseren Zeitplan, in dem wir im Augenblick nicht drin sind", meinte Hansotto Berndsen, als er zum Auftakt der Schulverbandsversammlung am Mittwochabend von den Baufortschritten an der "Schule Hohe Geest" (SHG) berichtete. Im Rahmen der zweiten SHG-Erweiterung entsteht für geschätzte Baukosten von 6,25 Millionen Euro ein neuer Schultrakt mit 21 Klassenräumen. Als Fertigstellungstermin wird der Februar 2014 angepeilt. Als "Folgebaumaßnahmen" bezeichnete Berndsen die ebenfalls geplante neue Busumfahrt und die Schulhofgestaltung: "Wir hoffen, das Gros beider Maßnahmen in den Sommerferien über die Bühne zu bekommen."

Am 5. März hatte im "Landhaus" eine Podiumsdiskussion über die Zukunftsperspektiven der SHG stattgefunden (wir berichteten). "Die Situation ist, dass wir weiterhin unsere Forderung vertreten, die Schule so zu belassen, wie sie ist", sagte Berndsen, "dass aber die Entscheidung getroffen ist, dass wir in Zukunft keine Regionalschulen mehr haben werden, und dass wir uns deswegen überlegen müssen, was wir wollen." Falls der Regionalschulteil des Gymnasiums in eine Sekundarstufe umgewandelt werde, die "höchstwahrscheinlich Gemeinschaftsschule heißen" würde, kämen nicht allzu viele Änderungen auf die SHG-Schüler zu, erklärte der Verbandsvorsteher: "Wir könnten weiterhin die Möglichkeit bieten, einen Realschul- oder einen Hauptschulabschluss zu machen, nach der 7. Klasse würden die Klassen aber nicht mehr abschlussbezogen getrennt, sondern die Schüler würden bis zur 9. Klasse in gemischten Klassen bleiben."

"Als Ergebnis würde unsere Schule ihr Alleinstellungsmerkmal behalten, dass wir weiterhin G8 und G9 anbieten können", vermerkte Berndsen, "wir sind aber auf die politische Entscheidung angewiesen, die der Landtag bezüglich des neuen Schulgesetzes fällen wird."

"Unser Gymnasium mit Regionalschulteil ist ein Erfolgsmodell, und es lohnt sich dafür zu kämpfen", meldete sich Hohenwestedts CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Rolfs zu Wort. "Guckt nach vorn und macht das Richtige!", forderte Iris Ploog von der Hohenwestedter SPD-Fraktion. "Das Wichtigste ist, dass wir nach außen zeigen, dass wir eine gute Schule sind", betonte Berndsen.

"Man kann doch nicht alle fünf Jahre das Schulsystem ändern!", regte sich Bürgermeister Dierk Ruhsert (Grauel) auf. "Warum können die Leute, die jetzt das Sagen haben, nicht den Mut haben, trotz ihres starren Denkens andere Schulformen zuzulassen?", fragte Bürgermeister Holger Bütecke (Hohenwestedt): "Warum kann die Landesregierung nicht über ihren Schatten springen und so eine Sonderform bestehen lassen? Da müssen wir politisch drum kämpfen!" Das sei aber "kein fruchtbarer Weg", entgegnete Berndsen: "Wir müssen versuchen, die Vorteile unserer Schule und ihre Alleinstellungsmerkmale in der jetzigen Form zu erhalten, und bei diesem zu gehenden Weg sind sie zu bewahren."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen