Hohenwestedt : Erfolgreicher Testanruf

115 erfolgreich getestet: Amtsvorsteher Peter Thomsen (vorn) mit Sabine Schön, Gunnar Gniech und Amtsdirektor Stefan Landt (von rechts).
115 erfolgreich getestet: Amtsvorsteher Peter Thomsen (vorn) mit Sabine Schön, Gunnar Gniech und Amtsdirektor Stefan Landt (von rechts).

Die Telefonnummer 115 ist der „kurze Draht“ zum Amt, egal, ob im Einzelfall die Kommune, das Land oder der Bund zuständig ist. Das Amt Mittelholstein hat sich nun angeschlossen.

shz.de von
12. Juni 2014, 06:00 Uhr

„115 – bei Anruf Behördenauskunft.“ So lautet ein Werbeslogan der zentralen Behörden-Telefonnummer für Verwaltungsfragen aller Art, ein anderer: „Hund anmelden, ohne sich einen Wolf zu telefonieren.“ Die 115 ist der „kurze Draht“ zum Amt, egal, ob im Einzelfall die Kommune, das Land oder der Bund zuständig ist. Städte, Gemeinden und Landkreise müssen sich dem 115-Projekt formell anschließen, damit ihre Bürger die neue Nummer nutzen können – und das hat das Amt Mittelholstein jetzt getan.

„Die Behördenrufnummer 115 ist eine Initiative des Landes Schleswig-Holstein, die von den Kommunen mit Leben erfüllt werden muss“, sagt Amtsdirektor Stefan Landt, „wir nehmen an diesem Projekt teil, weil es für uns als großes Amt wichtig ist, alle Informationsmöglichkeiten, die wir unseren Bürgern bieten können, auch zu nutzen.“ Ziel der 115 ist es, Bürgern oder auch Unternehmen mit einem Anruf ebenso schnelle wie verlässliche Auskünfte und Hilfestellungen zu liefern. Fragen zu allen möglichen Verwaltungsdienstleistungen können an die 115 gerichtet werden, zum Beispiel zu Personalausweisen, Kfz-Anmeldungen, Umzügen, Elterngeld, Reisepässen, Gewerbeanmeldungen oder Hundesteuer.

„Das 115-Servicecenter erledigt keine Verwaltungsarbeiten für uns“, betont Landt, „das Servicecenter leitet die Frage nur an uns weiter, bringt also den Bürger, der eine Dienstleistung sucht, mit dem Mitarbeiter unserer Amtsverwaltung zusammen, der diese Dienstleistung anbieten kann.“

Um sicherzustellen, dass die 115 nun auch im ganzen Amt Mittelholstein – egal ob über Festnetz oder Handy – funktioniert, wurde Ende April ein Erreichbarkeits-Check absolviert. Beim 115-Pressetermin im Rathaus des Amtes Mittelholstein machte Amtsvorsteher Peter Thomsen die Probe aufs Exempel. Mit seinem Smartphone wählte Arpsdorfs Bürgermeister die 115 und formulierte sein Anliegen: „Ich möchte Wohngeld in der Gemeinde Arpsdorf beantragen.“ Die Servicecenter-Mitarbeiterin wollte nur kurz wissen, ob er von außerhalb des Telefonnetzes der Landeshauptstadt Kiel anrufe und leitete ihn dann an Ines Sommer weiter, die fürs Wohngeld zuständige Sachbearbeiterin des Amtes Mittelholstein. „Das hat nur zwei Minuten gedauert“, stellte der EDV-Spezialist der Amtsverwaltung, Gunnar Gniech, fest. „Wir sind davon überzeugt, dass es uns als großem Amt gut zu Gesicht steht, unseren Bürgern dies Informationsangebot zu bieten“, meinte Landt, „das ist ein sinnvolles Angebot, das mit einem vertretbaren Aufwand zu realisieren ist.“

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