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Handball : Erfolgreicher Saisonauftakt lässt Kociok zu Boden gehen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg greift nach dem Auftaktsieg in der Oberliga HH/SH der Männer zu außergewöhnlichen Maßnahmen.

Der erfolgreiche Auftakt in die neue Spielzeit der Handball-Oberliga der Männer veranlasste den Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nach Spielende zu außergewöhnlichen Jubelposen. „Jetzt dreht er durch“, dürften einige der Zuschauer gedacht haben, als Gunnar Kociok nach dem Schlusspfiff und dem 35:33 (17:17)-Erfolg seines Teams auf die Knie ging und den Betonboden der Neumünsteraner KSV-Halle küsste. Es war ja nun nur das erste Saisonspiel und nicht die Meisterschaft, die er gerade gewonnen hatte. Die Erklärung: „Hier habe ich noch nie zwei Punkte geholt. Nicht als Spieler, nicht als Trainer. Endlich hat es geklappt.“

Ein Trauma, von dem keiner etwas wusste, bis Kociok, der immerhin in sein 13. Jahr als HSG-Trainer geht, sich vorgestern durch seine Spieler heilen ließ. Das neu formierte Team bestand nur zum Teil aus neuen Kräften, nachdem Niklas Ranft und Finn Dethlefsen verletzt passen mussten und auch Philipp Moreau (noch nicht spielberechtigt) fehlte. „Mit den Dreien hatte ich fest geplant. Daher ist der Sieg umso höher zu bewerten. Eine tolle Mannschaftsleistung“, so Kociok.

Gegen ambitionierte und motivierte Wifter entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, das nach wechselnden Führungen mit 17:17 in die Pause ging. Die HSG profitierte von einer gut funktionierenden Mischung aus altgedienten und neuen Spielern, die dafür sorgten, dass ihr Team nach dem 23:23 permanent führte. Jens-Christian Woldt und Dany Jüschke gefielen als Torschützen von Halblinks und vom Kreis, Leonard Jöhnk traf in seinem ersten Auftritt für die HSG acht Mal von Linksaußen. „Ein toller Einstand“, freute sich Kociok. Außerdem harmonierten die Cohrt-Brüder in ihrem ersten gemeinsamen Spiel gut. Fabian spielte für Ranft auf Halbrechts, Christopher ackerte vornehmlich in der Abwehr. All das half dabei, dass Bastian Burchert, der ab der 15. Minute eingesetzt wurde, im Tor ebenfalls zu einer sehr guten Leistung fand. Beim Stand von 33:30 (55.) hatte Westerrönfeld die Neumünsteraner dann endgültig „geknackt“ und Gunnar Kociok konnte beginnen, sich die Lippen für den folgenden sinnlichen Moment mit dem Boden der KSV-Halle zu befeuchten. „Ein verdienter Sieg, der mich sehr freut“, fand der Coach.

HSG S/W/RD: Martensen, Burchert – Hohnsbehn, Schrader (4/2), Jüschke (6), Fisch, C. Cohrt, Petriesas (3), Woldt (9/3), Jöhnk (8), Seehase, Hennigs, Cardis (2), F. Cohrt (3).


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