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Aufstieg zur Handball Oberliga : Entscheidung verschoben

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Hinspiel um den Oberliga-Aufstieg trennten sich die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und der TuS Esingen mit 29:29.

Das Fazit von Volker Paul fiel dann doch etwas überraschend aus. Der Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg sprach nach dem Abpfiff des Hinspiels um den Aufstieg in die Handball-Oberliga von einem „Wunschergebnis“. Dabei hatte sich sein Team gegen den Hamburger Vize-Meister TuS Esingen in eigener Halle nicht den erhofften Vorteil verschafft, sondern musste sich vor mehr als 600 Zuschauern mit einem 29:29 (16:15) begnügen. Doch Paul lieferte Argumente für seine Sichtweise. „Wir haben nicht verloren, und der Druck liegt nun auf Esingen, weil die im Rückspiel Heimrecht haben. Wir sind die Favoritenrolle los.“ Dem konnte sein Pendant nicht zustimmen. „Schülp/Westerrönfeld hat nach wie vor den Druck. Die wollen aufsteigen, also müssen sie das Rückspiel gewinnen. Mit einem Unentschieden wäre ich an deren Stelle nicht zufrieden, sie haben ihr Heimrecht nicht genutzt“, meinte Esingens Coach Jan-Henning Himborn.

Die Entscheidung um den Aufstieg ist auf den kommenden Sonnabend (15.45 Uhr, Sporthalle Esingen) verschoben. Die Gastgeber dürften dennoch als kleine moralische Sieger aus dem ersten Duell hervorgegangen sein, denn in der Schlussphase holten sie einen Drei-Tore-Rückstand auf und wendeten die drohende Niederlage ab. Niklas Ranft und der starke Niklaas Seehase mit einem Doppelschlag bescherten der HSG noch das Remis, nachdem der TuS Esingen drei Minuten vor dem Abpfiff beim 29:26 schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatten. „Diese späten Tore können für uns noch Gold wert sein“, meinte Paul, während sich Himborn am Ende dann doch mehr über das Unentschieden ärgerte als freute. „Vor dem Spiel wäre ich mit so einem Ergebnis sicherlich zufrieden gewesen. Wenn man dann so kurz vor dem Ende aber mit drei Toren führt, muss man gewinnen.“

Himborn sah die Hauptschuld für das späte Unentschieden aber weniger bei seinen Spielern als vielmehr beim Schiedsrichtergespann Sötje/Sötje (HSG Horst/Kiebitzreihe), das in der Schlussphase Esingens Nicolas Philippi gleich zweimal für zwei Minuten auf die Bank verwies. Himborn: „In Unterzahl war es für uns schwierig, den Vorsprung über die Zeit zu retten.“ Überhaupt beklagte der TuS-Coach das ungleiche Zeitstrafenverhältnis (zwei für die HSG, sechs für den TuS). Himborn: „Da wurde manchmal mit zweierlei Maß gemessen.“ Zudem verweigerten die Unparteiischen den Gästen 15 Sekunden vor dem Abpfiff aus Himborns Sicht „einen klaren Siebenmeter“, als Timo Kreckwitz beim Stand von 29:29 regelwidrig gefoult worden sein soll. So konnte HSG-Keeper Nils Martensen den Wurf aus der Nahdistanz abwehren und rettete seinem Team das Remis.

„Das war stark gehalten“, meinte Paul, der ansonsten wenig lobende Worte für seine Schlussleute parat hatte. Denn weder der beginnende Martensen, noch der später eingewechselte Andreas Tietjens konnten überzeugen. Erst mit dem erneuten Wechsel auf Martensen zehn Minuten vor dem Abpfiff wurde es besser. „Wir haben 50 Minuten ohne Torwart gespielt“, kritisierte Paul. Doch gerade diese Tatsache macht dem HSG-Coach Mut für das Rückspiel. „Noch einmal werden sie nicht so schlecht halten.“ Ebenso erhofft sich Paul von Jens-Christian Woldt eine Leistungssteigerung, der mit vier Treffern deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. „Jens kann das viel besser. Ich hoffe, er wird im Rückspiel aufdrehen.“ Dann wird sich auch zeigen, ob das 29:29 wirklich ein Wunschergebnis war.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen (1.-25, 50.-60.), Tietjens (25.-50.) – Sawitzki (2), Moreau, Pieper (5), Petriesas (4/2), Woldt (4), Seehase (5), Hannemann, Cardis (4), Ranft (5), Sievers, Jüschke, Hornig.

TuS Esingen: Boje (1.-30.), Rathke (31.-60.) – L. Haas (3), Albrecht (5), Abel, N. Philippi, Schmitt, Genz (4/2), H. Haas, Günther (2), Kreckwitz (5), Reichert (3), B. Philippi (5).

Schiedsrichter: Sötje/Sötje (HSG Horst/Kiebitzreihe).

Zuschauer: 650.

Siebenmeter: 2:2.

Zeitstrafen: 2:6.

Rote Karte: B- Philippi (Esingen/57.) nach der dritten Zeitstrafe.

Spielfilm: 2:0, 2:2, 5:6 (13.), 8:6, 11:8 (21.), 15:13, 16:15 (30.) – 16:17 (35.), 20:19, 24:23 (47.), 24:27 (53.), 26:29 (57.), 29:29 (59.).

 

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erstellt am 20.Apr.2015 | 06:03 Uhr

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