Autobahnsanierung : Engpass durch Baustelle

Achtung Baustelle!
Achtung Baustelle!

Die Fahrbahnsanierung zwischen Warder und Kreuz Rendsburg steht bevor. Im August steht zusätzlich eine Vollsperrung des Kanaltunnels an.

shz.de von
27. Juli 2018, 11:59 Uhr

Zwischen der Anschlussstelle Warder und dem Rendsburger Kreuz wird es ab Dienstag wieder eng auf der Autobahn 7. Ab dem 31. Juli beginnen die „finalen Restarbeiten“ zur Fahrbahnsanierung, wie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) mitteilt.

Ursprünglich standen Arbeiten in diesen Bereich gar nicht auf der Agenda. „Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A7 bis Bordesholm hatten wir die Autobahn von Warder nach Rendsburg schon einige Jahre vorher stellenweise erneuert, damit wir auf größere Maßnahmen verzichten können“, erklärte Christoph Köster, Bereichsleiter vom LBV in Kiel bereits im Juni. Doch hätten diese Ausbesserungen nicht gereicht, weshalb gehandelt werden musste.

Zunächst stehen Ende Juli die Vorarbeiten an, bei denen auf rund 1,4 Kilometern der letzte Teil der Bankettbefestitung durchgeführt wird. Bereits im Frühjahr war hiermit angefangen worden. Damit bei diesen Arbeiten die Sicherheit der Bauarbeiter gewährleistet ist, wird in Richtung Hamburg der rechte Hauptfahrstreifen zwischen Rendsburger Kreuz und Rastplatz Ohe gesperrt. Dies bedeutet, dass die Autobahn 7 in diesem Bereich am 31. Juli nur einspurig befahrbar sein wird. Schon vor der sogenannten „Hauptreisezeit des Bundes“ wurden insgesamt fünf Mittelstreifenüberfahrten vorbereitet. Die Straßenbauexperten des LBV hatten sich hierfür entschieden, um Sperrungen im weiteren Verlauf der Bauarbeiten zu vermeiden. Für das Herstellen der Überfahrten wird der Verkehr an den äußeren Rand der Fahrbahn umgeleitet. In diesen Bereichen wird die Geschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Ab dem 6. August starten dann die eigentlichen Bauarbeiten, die dringend notwendig sind. Derzeit nutzen täglich rund 40000 Fahrzeuge die Strecke, wovon etwa 18 Prozent Schwerlastverkehr sind. Durch die hohe Beanspruchung der in den 1970ern gebauten Autobahn sei es nun Zeit für eine „grundhafte Erneuerung“, so die Auskunft des LBV.

Insgesamt soll die Fahrbahn in Richtung Norden auf voller Breite und einer Länge von 8,4 Kilometern erneuert werden. Zusätzlich wird an der Entwässerung und dem Verkehrsleitsystem gearbeitet. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern.

Im Frühjahr 2019 folgt dann die Fahrbahn Richtung Süden auf zehn Kilometern . Die Gesamtkosten für die Sanierung betragen rund 27 Millionen Euro.

Problematisch für den Verkehr in der Region Rendsburg könnte es in den Nächten vom 17. auf den 18. August und vom 18. auf den 19. August werden, wenn neben den Bauarbeiten auf der Autobahn noch der Kanaltunnel jeweils von 21 bis 5 Uhr gesperrt wird. Der LBV bittet die Autofahrer darum, sich auf die Arbeiten einzustellen. Und hat noch einen zusätzlichen Appell: „Bitte achten Sie auf die Menschen in der Baustelle, die dort für Sie arbeiten und die A 7 Instand setzen.“ In der jüngsten Zeit habe es immer wieder Unfälle im Baustellenbereich gegeben, bei denen Menschen zu Schaden kamen oder sogar tödlich verletzt wurden.

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