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Die neuen Landessynodalen: Propst Matthias Krüger, Insea Eggert, Nadine Heynen, Sabine Klüh, Uwe Löptien und Brigitte Gottuk (von links). Auf dem Foto fehlen Florian Lang und Michael Engelbrecht.
Die neuen Landessynodalen: Propst Matthias Krüger, Insea Eggert, Nadine Heynen, Sabine Klüh, Uwe Löptien und Brigitte Gottuk (von links). Auf dem Foto fehlen Florian Lang und Michael Engelbrecht.

Neue Mitglieder des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde für die Landessynode gewählt / Pfarrstelle in Sehestedt schrumpft

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16. September 2018, 12:29 Uhr

Uwe Löptien aus Büdelsdorf lobt die „gute Atmosphäre“ im Kirchengemeinderat Büdelsdorf. Diese positiven Erfahrungen haben den ehemaligen Schulleiter dazu motiviert, sich als Landessynodaler zu bewerben – mit Erfolg. Der 70-Jährige wurde am Sonnabend im Rahmen der Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde gemeinsam mit weiteren Vertretern zum Mitglied der Landessynode bestimmt.

Vor den Wahlen hatten sich die Kandidaten in kurzen Statements vorgestellt. Uwe Löptien will daran arbeiten, dass das Image der Kirchen, das in der Außenwirkung häufig von Mangel geprägt sei, wieder stärker vom Glauben gekennzeichnet wird. Florian Lang aus Nortorf wurde ebenfalls in die Landessynode gewählt (Ergebnisse siehe unten). Er war bereits in den vergangenen zwei Legislaturperioden Landessynodaler. „Ich habe einen Riesenspaß daran, mit Menschen zu arbeiten, die Kirche und das Christsein alle so unterschiedlich leben.“

Nadine Heynen aus Rendsburg verriet, dass Kirche sie immer begleitet habe und sie kirchliche Themen zukunftsfähig machen wolle. Insea Eggert, ebenfalls aus Rendsburg, sagte, dass sie trotz der sinkenden Zahl der Pastoren daran arbeiten will, dass sich das kirchliche Leben positiv weiterentwickelt. Sabine Klüh ist gespannt auf die vielfältigen Aufgaben, die in Zukunft auf die Kirche zukommen. Die Rendsburgerin sieht darin auch eine Herausforderung, „bei der man das Gespür für das Wesentliche nicht verlieren sollte.“ Sie möchte sich besonders für die Belange von Mitarbeitenden der Kirche einsetzen. „Denn diese sind ein gutes Fundament für die Kirche.“

Michael Engelbrecht aus Rendsburg will sich für neue Medien in der Kirche stark machen. Sein Ziel sei es, eine aktive und moderne Kirche zu gestalten. Tourismuspastorin Brigitte Gottuk sieht sich als übergemeindliche Pastorin, die gern und oft mit Menschen Kontakt hat, die am Rand stehen – „Menschen, die oft mehr brauchen und suchen, als in den Kirchengemeinden geboten wird, die aber religiös auf der Suche sind.“ Propst Matthias Krüger, der bereits seit sechs Jahren landeskirchlicher Synodaler ist, betonte, dass er als Vorsitzender des Kirchenkreises vor allem gut vernetzt sei. Er übe eine „Scharnierfunktion“ zwischen den Kirchengemeinden und der Nordkirche aus.

Neben den Wahlen beschäftigte die Mitglieder Kirchenkreissynode auch ein Tagesordnungspunkt, der eine emotionsgeladene Diskussion auslöste. Die Pastorenstelle in Sehestedt wird schrumpfen. Nach einer neuen Bemessungsgrundlage, die sich an Gemeindegliederzahl und Wohnbevölkerung orientiert, wird Sehestedt von einer 0,75-Prozent-Stelle auf eine 0,5-Prozent-Stelle sinken. Die Kirchengemeinde habe bei der Anhörung „mit Bauchschmerzen“ zugestimmt, berichtete Propst Sönke Funck. Die Reduzierung beginne ab dem nächsten Monat, wenn ab 1. Oktober Jens-Olaf Grotjahn in den Ruhestand geht.

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