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Feuriges Tattoo : Engagement bis unter die Haut

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Marion Koltermann aus Erfde ist Feuerwehrfrau mit Leib und Seele. Ihre Verbundenheit zur Feuerwehr bringt sie mit einem Tattoo zum Ausdruck. Die Leistungsstufe Fünf “Roter Hahn“ erleuchtet feuerrot auf ihrem Knöchel.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Die 46-jährige Marion Koltermann ist seit fast 17 Jahren engagierte Feuerwehrfrau in der kleinen Ortswehr in Bargen/Erfde. Dort ist sie aufgewachsen und hat erkannt, dass man sich engagieren muss, um einen Ortsteil mit Leben zu erfüllen. Sehr schnell merkte sie, dass zu einer lebenswerten Gemeinschaft eine intakte Feuerwehr gehört. Nur so könne man die Sicherheit für alle garantieren. „Ich fragte mich während der Erziehung meiner vier Kinder immer wieder, was ist, wenn es tagsüber zu einem Feuer kommt“, betont die besorgte Mutter. „Als meine Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, trommelte ich fünf weitere Frauen zusammen und wir traten in die Bargener Wehr ein“, erinnert sie sich zurück und erwähnt dabei, dass die Frauen „mit offenen Armen aufgenommen und immer fair behandelt worden sind.“

Die feuerwehrtechnische Ausbildung wurde durchlaufen; sie ließ sich sogar zur Atemschutzgeräteträgerin ausbilden. „Gerade bei einem Innenangriff kann man schnell und gezielt Menschenleben retten“, lautet ihr Fazit. In dem Vorstand nimmt sie die Funktion als Schriftführerin wahr. Vor allem trägt sie auch als Mitglied der „Eidersnuten“ zur Geselligkeit bei Feuerwehrveranstaltungen bei. Die selbst verfassten plattdeutschen Sketche sind immer der Renner und werden von dem Publikum mit viel Beifall bedacht.

Eine besondere Herausforderung waren in diesem Jahr die Vorbereitungen für die höchste Leistungsbewertungsstufe des Landes. „Ich konnte nur zu all den Extra-Übungsterminen erscheinen, weil meine Familie toll mitgespielt hat“, freut sich die Löschmeisterin. Die Freude über die Erreichung der fünf Sterne des „Roten Hahnes“ veranlasste die 46-Jährige, sich diese Symbole als Tattoo auf den rechten Unterschenkel tätowieren zu lassen. „Für mich ist die Feuerwehr einfach etwas Tolles“, verkündet sie stolz. Zusätzliche Motivation erhält sie seit kurzem durch Enkelin Hannah. „Diese Kleine braucht ja auch Sicherheit, um in Notsituationen geschützt zu werden“, sagt die agile Großmutter, die mit ihrem Tattoo in Schleswig-Holstein ein Alleinstellungsmerkmal haben dürfte.

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