Endlich zeigt sich die Haselmaus

Die Haselmaus ist das neue Markenzeichen für die Hüttener Berge. Foto: Repro: Lz
Die Haselmaus ist das neue Markenzeichen für die Hüttener Berge. Foto: Repro: Lz

So war die Saison in den Hüttener Bergen / Maskottchen für die Region

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15. Oktober 2011, 07:49 Uhr

ascheffel | Urlauber und Einheimische werden im nächsten Jahr an vielen Orten der Hüttener Berge auf das neue putzige Markenzeichen der Region stoßen - die Haselmaus. Gezeichnet wurde sie von Comic-Zeichner Volker Sponholz, dessen Feder schon "Ecki" aus Eckernförde entsprungen ist. Bislang gibt es die Haselmaus, für die noch ein Name gesucht wird, in drei Varianten - als wandernden und radelnden Nager sowie als Landschaftsführer.

Die Haselmaus, die in den Hüttener Bergen beheimatet ist, gilt als sehr scheu. Zur neuen Saison aber werden die Menschen sie oft zu Gesicht bekommen. Sie ist der ständige Begleiter entlang des neuen Lenkungs- und Informationssystems für Besucher, das 2012 errichtet werden soll.

In Zusammenarbeit mit der Aktiv-Region und dem Amt Hüttener Berge ist eine Broschüre in Planung, in der 28 Routen - 20 Wander-, sieben Rad- und eine Skaterroute - beschrieben sind. Diese Wegstrecken werden ausgeschildert, und auf Parkplätzen gibt es weitere Informationen sowie die Broschüre zum Mitnehmen. "Die Vorarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, so dass die die Umsetzung jetzt ausgeschrieben werden kann", berichtet Stefan Borgmann. Der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG) erhofft sich von dem Lenkungs- und Informationsystem einen weiteren Schub für die Hüttener Berge: "Die Beschilderung und die Broschüre zeigen anschaulich, was die Region zu bieten hat", so Borgmann, die Hüttener Berge würden damit komplett erlebbar werden.

Trotz des miserablen Sommerwetters ist Borgmann mit der abgelaufenen Saison zufrieden. Der Touristiker spricht sogar von "Bilderbuchzahlen", wenn er auf die Buchungs- und Übernachtungszahlen in den Hüttener Bergen blickt.

So konnten die Zahlen aus 2010 noch übertroffen werden. Waren es im vergangenen Jahr 924 Gäste, die über die ETMG an die Vermieter in der Region vermittelt wurden, so waren es bereits bis zum Oktober in diesem Jahr schon 1102 Urlauber. Dabei kann Borgmann aber nur auf die Zahlen zugreifen, die auf die Vermittlungstätigkeit der ETMG zurückzuführen sind. Die 1102 Gäste verbrachten 6135 Nächte in den Hüttener Bergen, 2010 waren es 5184 Übernachtungen. Die Anzahl der Buchungen stieg von 313 auf nunmehr 380. Der Anstieg hat sich auch finanziell ausgewirkt. Durch die Vermittlung der ETMG wurde ein Umsatz von 680 000 Euro erzielt - 100 000 Euro mehr als im Vorjahr. "Für das Gros der Gastgeber bietet sich dadurch ein neuer finanzieller Spielraum", sagt Borgmann, der empfiehlt, einen Teil der Einnahmen auch in die Qualität der Zimmer und Wohnungen zu reinvestieren.

Der ETMG, die im vergangenen Jahr die Vermarktung der Hüttener Berge übernommen hat, sei es auch gelungen, das Informationszentrum "Redderhus" in Holzbunge wieder in den Fokus zu rücken. Durch Umbauten im Inneren des Gebäudes und am Außengelände habe das "Redderhus" wieder an Attraktivität gewonnen. Das kann auch Hans-Claus Schnack, Vorsitzender des Naturparkvereins, bestätigen. "Diese Entwicklung ist sehr erfreulich", sagte Schnack. Auch die Ausstellung "Knick und Redder" im Dachgeschoss werde immer mehr angenommen. Lob zollten Schnack und Borgmann vor allem der Leiterin des "Redderhus", Anja Grimm, der es gelungen sei, das Info-Zentrum wieder zu einer Anlaufstelle in der Region werden zu lassen. "Das Redderhus bietet nicht mehr nur Information, sondern auch Aktion", betont Borgmann. Der Touristiker weist damit auf das vielfältige Angebot in Holzbunge hin. Die Malkurse mit Telse Polenski oder das Bernsteinschleifen seien allesamt Veranstaltungen gewesen, die sich gelohnt hätten.

Erfolgreich sei auch die Erstellung der Themenflyer "Nordic Walking", "Baden", "Reiten" und "Gastronomie" gewesen. Die Infoblätter seien alle in enger Zusammenarbeit mit den Aktiven in den Hüttener Berge entstanden. "Diese Verbundenheit untereinander hat es vorher nicht gegeben", so Borgmann, der versichert, dass es auch 2011 neue Flyer voraussichtlich zu kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region geben wird.

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