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Hallenfussball : Emotionale Duelle und souveräne Siege

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Büdelsdorfer TSV überzeugt bei den Kreishallenmeisterschaften mit Titelgewinnen in der A- und B-Jugend.

Die Nachwuchskicker des Büdelsdorfer TSV werden vorerst die Letzten sein, die sich Fußball-Kreishallenmeister nennen dürfen. Die A- und-B-Junioren des BTSV sicherten sich am Sonntag die Titel. In der nächsten Hallensaison werden die Siegertrophäen nach Futsal-Regeln vergeben. Das war bei den E- und D- und C-Junioren sowie bei den Mädchen bereits in diesem Jahr der Fall. Der Spannung und den Emotionen tat diese Veränderung keinen Abbruch.

Den Auftakt eines pickepackevollen Programms in der Rendsburger Herderhalle machten am Sonnabend die Mädchen, die zunächst noch etwas Umstellungsprobleme vom Fuß- auf den Futsalball hatten. „Es ist noch Luft nach oben. Da werden die Mädchen sicher noch zulegen können“, zog Gitta Grunau, Mädchen-Referentin des KFV Rendsburg-Eckernförde, dennoch eine überwiegend positive Bilanz. So ganz angekommen ist Futsal im Mädchenfußball jedoch noch nicht. Aller Anfang ist schwer und es wird sicherlich noch etwas Zeit brauchen, bis Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Zuschauer die Regeln verinnerlicht haben. Vor stimmungsvoller Kulisse ließen alle Mannschaften Eifer und Einsatz nicht vermissen, hier und da war auch Spielwitz zu erkennen. Leider, wohl aufgrund der Drei-Meter-Tore, bekamen die Zuschauer nur wenige Tore zu sehen.

Am spannendsten machten es die B-Juniorinnen. Hier fiel die Entscheidung erst in der letzten von zehn Partien. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Unser 4:0-Sieg über die SG Todenbüttel/Lütjenwestedt brachte uns am Ende die Meisterschaft ein“, war Marc Feulner, Trainer der B-Juniorinnen von Meister SG Bredenbek/Bovenau, von seiner Mannschaft angenehm überrascht. Die Treffer in diesem entscheidenden Duell besorgten Tomke Kunft (3) und Janine Feulner (1). Zuvor kam das Meisterteam über torlose Remis gegen die SG Fleckeby/Haddeby, den Osterrönfelder TSV und SG Schwansen nicht hinaus. Damit kam die SG Bredenbek/Bovenau auf sechs Zähler. Auf diese Punktzahl brachten es auch die SG Fleckeby/Haddeby, der OTSV und die SG Schwansen. Doch auf Grund des um einen Treffer besseren Torverhältnisses gegenüber der SG Fleckeby/Haddeby ging der Titel schließlich an die SG Bredenbek/Bovenau. „Unser Sieg war eine Mischung aus Glück, Können und Qualität“, strahlte Feulner. Für ihn ist Futsal noch gewöhnungsbedürftig, auch weil es zu viele Spielunterbrechungen gab. Das war dem Spielfluss nicht gerade förderlich. Volker Schmidt-Zocher, Trainer der OTSV-Mädchen, wertet Futsal hingegen als gute Schulung der Technik.

Bei den D-Juniorinnen behauptete sich IF Eckernförde. Die Eckernförderinnen blieben als einzige Mannschaft ungeschlagen. Vizemeister wurde die SG Nie/Ba/West. „Das ist für unsere Mannschaft ein großer Erfolg und ein Supererlebnis. Auf dem Feld haben wir gegen unsere Gruppengegner immer verloren“, war SG-Trainer Uwe Einfeldt mit der Vorstellung seiner Mannschaft absolut zufrieden. Ungeschlagen blieben auch die C-Juniorinnen des TSV Borgstedt. Als einzige Mannschaft blieben sie in ihrer Gruppe zudem ohne Gegentor. Vizemeister wurde der Westerrönfelder SV.

Am Sonntag ging es ebenso spannend weiter. Den Auftakt machten die E-Junioren, bei denen die U11 des Eckernförder SV das bessere Torverhältnis benötigte, um den Vergleich mit der punktgleichen SG Mittelholstein zu gewinnen. Souveräner ging es bei den D-Junioren zu. Mit vier Siegen behielt der TSV Neudorf-Bornstein gegenüber dem FC Fockbek und dem TuS Jevenstedt klar die Oberhand.

Die Endrunde der A- und B-Jugendlichen verlangte eine kleine Umbaupause. Nachdem die Fünf-Meter-Tore aufgestellt waren, rollte der Fußball. Und die vier B–Jugend-Teams trieben die Spannung auf die Spitze. Nach den ersten vier Partien hatten jede Mannschaft jeweils ein Spiel gewonnen. Vor der letzten Runde hatten alle noch die Chance auf den Titel. Nach einem knappen 1:0-Erfolg über den TuS Rotenhof hatten die Büdelsdorfer vorgelegt. Der Osterrönfelder TSV und das Team Förde kannten also die Ausgangssituation für das finale Duell. Die OTSV-Führung glich das Team Förde aus. Nachdem die Osterrönfelder erneut in Front gingen (2:1) fehlte noch ein Treffer, um als Champion die Halle zu verlassen. Der Ball aber wollte trotz guter Möglichkeiten nicht mehr über die Line, und so jubelten am Ende die Büdelsdorfer. „Dass es so eng werden würde, hatten wir durchaus erwartet. In der Halle ist vieles möglich. Allerdings sind zehn Minuten Spielzeit für so eine Meisterschaft eigentlich zu wenig“, erklärte Rolf Bannas. Der B-Jugend-Co-Trainer durfte sich in seiner Funktion als BTSV-Obmann im Anschluss sogar über einen Doppelsieg freuen. Denn auch die A-Junioren durften sich am Ende des Tages über die Kreismeisterschaft freuen. „Ein Supertag für unseren Verein“, so Bannas.

Der Erfolg der Büdelsdorfer A-Jugend war absolut verdient und wurde zudem durch die Konkurrenz begünstigt, die sich gegenseitig die Punkte abnahm, während sich der SH-Ligist keine Blöße gab. „Das war sehr abgeklärt von uns. Endlich haben wir das mal bei der Endrunde auf die Platte gebracht“, strahlte Henning Hardt über das ganze Gesicht. Für den BTSV-Trainer war es der erste Hallentitel als Coach. Mit einem hohen Sieg hätte der FC Fockbek noch ins Titelgeschehen eingreifen können, aber auf dem Parkett reichte es am Ende nicht. Dafür waren die zahlreich mitgereisten FC-Fans Gewinner auf den Rängen. Mit ihrer lautstarken Unterstützung sorgten sie für einen stimmungsvollen Rahmen und die nötigen Emotionen.

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erstellt am 11.Feb.2014 | 06:33 Uhr

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