Eltern kämpfen um Erhalt der Dorfschulen

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25. Januar 2013, 07:15 Uhr

Hochdonn / Kiel | Die Proteste werden heftiger. Am Freitag wollen Vertreter des frisch gegründeten landesweiten Netzwerks der Dorfschulen Schleswig-Holsteins vor dem Landeshaus in Kiel demonstrieren. Wegen sinkender Schülerzahlen fürchten Eltern in den kommenden Jahren das Aus für rund 60 Außenstellen von Grundschulen im Norden. "Wir haben Angst, dass der ländliche Raum abgekoppelt wird und Kinder auf dem Land künftig schlechtere Bildungschancen haben als solche in dicht besiedelten Regionen", sagt die Vorsitzende des Netzwerks, Sandra Neukamm aus Hochdonn (Kreis Dithmarschen).
Am Donnerstag will sie Bildungsministerin Waltraud Wende ihre Forderungen überreichen. Die Eltern wollen mehr Mitsprache, flexiblere Mindestgrößen und mehr Mittel für Dorfschulen. Die Parteien im Landtag unterstützen das Netzwerk, scheuen aber die Bereitstellung von Geldern für den Erhalt der Kleinschulen. Sandra Neukamm sagt: "Wenn die Schulen aus den Dörfern verschwinden, nimmt das dörfliche Leben ab, die Gemeinden werden für Familien unattraktiver."

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