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Erinnerungen an die Schauspielerin : Ellerdorf berät: Eine Straße für Helga Feddersen?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gemeinde will das Andenken der berühmten Einwohnerin in Ehren halten.

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 12:00 Uhr

13 Jahre lang lebte die 1990 verstorbene Schauspielerin Helga Feddersen gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann Götz Kozuszek in der alten Schule in Ellerdorf. Nun könnte eine Straße nach ihr benannt werden. Morgen will Frank Steinmann im Rahmen der Einwohnerversammlung den Vorschlag den Gemeindevertretern und Bürger präsentieren.

„Das wäre zumindest eine ganze nette Idee“, sagt Dr. Frank Steinmann. „Doch bislang haben wir keine neue Straße in Sicht.“ Die letzte Siedlung „Am Wald“ wurde in den 90er Jahren errichtet. Doch im Rahmen der Innenbereichsentwicklung, die am morgigen Donnerstag in der Einwohnerversammlung Thema ist, könne man nach möglichem Potenzial Ausschau halten. Er selbst habe die in Hamburg geborene Helga Feddersen nie kennen gelernt. „Als ich gerade nach Ellerdorf zog, zog sie weg.“ „Aber“, räumt der Bürgermeister ein, „ich habe viele Geschichten über sie gehört. Sie war und ist noch immer sehr präsent in der Gemeinde.“

Das kann auch Joachim Richter bezeugen. Der Gemeindevertreter wohnt neben dem alten Reetdachgebäude, in dem einst die Schauspielerin lebte. „Wir betreiben das Hofcafé in Ellerdorf und es kommen immer wieder Gäste die fragen: ,Wo hat denn die Feddersen hier gewohnt?’“ Als er zehn Jahre alt war, nahmen er und zwei weitere Freunde an einem Dreh für die ARD-Fernsehlotterie teil. „Das ist eigentlich meine schönste Erinnerung an sie“, sagt Richter. Im Freilichtmuseum in Molfsee wurde unter dem Werbeslogan „Mit fünf Mark sind Sie dabei“ gedreht. „Das war schon aufregend und sehr außergewöhnlich“, so Richter weiter. Die Werbekampagne für die alte Meierei blieb dem Gemeindevertreter ebenfalls in Erinnerung. „Ohne wenn und aber hat sie ihr Gesicht für Sahnebecher hergehalten und die Gemeinde unterstützt, wo sie nur konnte.“ Auch an Feddersens damaligen Mann hat Richter angenehme Erinnerungen. „Der hatte immer ein offenes Ohr für uns. Der war ein sehr belesener intelligenter Mensch. Zu dem sind wir gerne gegangen.“ Von Starallüren oder ähnlichem war keine Spur. „Die waren zwei von uns“, betont Richter.

Ein bislang namenloser Weg in Stuttgart wurde vor wenigen Wochen nach einem Beschluss des Stuttgarter Verwaltungsausschusses nach der Schauspielerin benannt. Das Grab von Feddersen ist auf dem nahe gelegenen Steigfriedhof, dem ältesten Friedhof Stuttgarts. Helga Feddersen starb am 24. November 1990, nur wenige Tage zuvor hatte sie ihren Lebensgefährten Olli Maier geheiratet.







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