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Basketball-Oberliga : Eitel Sonnenschein bei den Suns

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Basketballerinnen des BBC Rendsburg feiern souveräne Oberliga-Meisterschaft. Aufstieg in die 2. Regionalliga noch fraglich.

Mit einem mühelosen 68:48-Auswärtssieg bei der BG Ostholstein beendeten die Basketballerinnen des BBC Rendsburg, die selbst ernannten Suns, eine fast perfekte Oberligasaison. Mit elf Siegen und nur einer Niederlage feierte das Team um Trainerin Christina Ehresmann den verdienten Titel. Der Aufstieg in die 2. Regionalliga wird angestrebt. Endgültig soll aber erst im Mai eine Entscheidung fallen.

Das Timing für die Meisterehrung hätte besser sein können: Ausgerechnet an dem Tag, an dem die Suns von Fried Schröder, Ressortleiter Finanzen des Basketball-Verbandes Schleswig-Holstein, mit Pokal und Medaillen ausgezeichnet wurden, kassierten die Rendsburgerinnen gegen den ärgsten Verfolger FT Vorwärts Kiel (46:59) ihre erste und einzige Saisonniederlage. „Die Meisterschaft war ja vorher entschieden. Das hatte sich in den Köpfen der Spielerinnen festgesetzt“, startete Ehresmann einen Erklärungsversuch.

Die während der Punktrunde demonstrierte Überlegenheit der Suns, die ihren Kader mit Ausnahme von Victoria Storm (MTSV Hohenwestedt) aus dem eigenen Nachwuchs rekrutiert haben, resultiert nach Einschätzung von Ehresmann insbesondere aus der mannschaftlichen Geschlossenheit. Jede Spielerin sei in der Lage, eine Partie allein zu entscheiden, sagt die Meister-Trainerin, die aber großen Wert auf Teamwork legt: „Punkte sind nicht alles. Ein gutes Zusammenspiel schafft erst die Voraussetzung zum Korberfolg.“ Mit dieser Spielphilosophie eilte der BBC von Sieg zu Sieg. Den Kieler TB III nahm man beim höchsten Saisonerfolg beim 112:31 nach allen Regeln der Kunst auseinander. Neben dem Teamgeist nannte Ehresmann als weitere Stärken eine intakte Verteidigung und eine gute Wurfquote. Hier ragte Center Katja Woischwill heraus, die auch bei Rebounds erfolgreich zupackte. In der Defensive glänzte Guard Fenja Dietze. Schwächen hat Ehresmann zumindest im spielerischen Bereich nicht ausgemacht: „Es fehlt lediglich an Erfahrung.“

Mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren stellen die Suns eines der jüngsten Teams der Oberliga. Dementsprechend war auch der Spielstil. „Gepunktet haben wir viel über Fast-Breaks. Damit waren wir schwer auszurechnen und zu verteidigen. Im Laufe der Saison ist es uns zudem gelungen, wechselnde Verteidigungssysteme zu spielen. Damit haben wir eine Reihe von Gegnern aus dem Konzept gebracht“, sagt Ehresmann. Bedenken, dass die Suns in der höheren Spielklasse nicht bestehen könnten, hat Ehresmann nicht. Einen ersten Fingerzeig gab es beim 57:63 im Halbfinale des Landespokals gegen den Kieler TB, aktueller Spitzenreiter der 2. Regionalliga Nord. „Wir hatten sogar die Möglichkeit zum Sieg. Doch da hat uns einfach die Erfahrung gefehlt. Die in diesem Spiel gebotene Leistung hat gezeigt, dass wir in der höheren Spielklasse mithalten können“, verbreitet die Suns-Chefin Zuversicht. Ob die Suns allerdings das Wagnis 2. Regionalliga eingehen, entscheidet sich erst im Mai. „Bis dahin muss ein entsprechender Kader zusammengestellt, die Frage der Finanzierbarkeit geklärt werden“, sagt die Trainerin. Weitere Sponsoren müssen akquiriert werden, die Auswärtsfahrten werden länger, beispielsweise nach Rothenburg oder Bremen. Doch der Coach ist optimistisch, zumal auch die BBC-Vorsitzende Antje Mevius sich voll in das Projekt reinhängt – auch wenn Mevius im Trikot der FT Vorwärts Kiel maßgeblichen Anteil an der einzigen Saisonniederlage hatte. „Ich freue mich trotzdem für die Mädchen, dass sie den Titel geholt haben. Aber es ist schon ein schönes Gefühl, den Meister geschlagen zu haben“, sagte Mevius mit einem Augenzwinkern.

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