Einstimmiges Ratsvotum für Hotel am Obereiderhafen

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20. Juni 2014, 07:45 Uhr

Die Recona-Gruppe aus Berlin will den Obereiderhafen zu einem neuen Stadtteil weiterentwickeln. Gestern Abend kamen die Investoren ihrem Ziel einen Schritt näher. Hinter verschlossenen Türen beschloss die Ratsversammlung einstimmig, das Areal an die Investoren zu verkaufen. Der Preis soll 1,8 Millionen Euro betragen. Recona will – wie berichtet – ein Hotel der gehobenen Kategorie, mehrere Shops und zahlreiche Wohnungen errichten. Die Gesamtkosten werden auf 30 bis 35 Millionen Euro kalkuliert.

Bürgermeister Pierre Gilgenast bezeichnete die Ratsentscheidung als „Meilenstein“. Zum dritten Mal versuche man, den Obereiderhafen zu entwickeln. Diesmal allerdings solle es klappen. Gilgenast gab sich davon überzeugt, dass die Investoren über die erforderliche Kompetenz und wirtschaftliche Kraft verfügen, das Projekt zu realisieren. Ein Zeitrahmen ist jedoch noch nicht abgesteckt worden. Der Bürgermeister sagte, dass er innerhalb der kommenden zwei Wochen mit Vertretern der betreffenden Firmen-Gruppe zusammentreffen wolle, um erste Details abzustimmen.

Dem Vernehmen nach will Recona gemeinsam mit Partnern am Obereiderhafen das größte Hotel der Region errichten. Vorgesehen seien 248 Betten. Im baulichen Konzept ist von einer viergeschossigen Bauweise mit Flachdächern die Rede. Um den Komplex aus Hotel, Wohnungen und Läden nicht zu wuchtig erscheinen zu lassen, werden Nutz- und Wohnflächen auf mehrere Gebäude aufgeteilt.

Gilgenast sagte, dass hier ein „hochattraktiver Stadtteil“ entstehen werde. Der maritime Gedanke, der bei den Plänen Berücksichtigung finden sollte, sei gut integriert worden. Der Bürgermeister gab dabei die Hoffnung nicht auf, dass eventuell ein weiteres Projekt am Obereiderhafen verwirklicht werden könnte: der Bau einer Jugendherberge.

Im Herbst 2013 hatte sich die Stadt zum dritten Mal auf Investorensuche begeben und den Verkauf ihrer Flächen am Obereiderhafen ausgeschrieben. Daraufhin meldeten sich sieben Investoren- und Unternehmensgruppen, ein Interessent sprang frühzeitig ab. Anfang Januar waren nur noch sechs im Rennen, deren Angebote von der Verwaltung geprüft und der Kommunalpolitik zur Abstimmung vorgelegt wurden.

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