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Flugzeugabsturz in Gettorf : Einsatzkräfte gerüstet für die Katastrophe

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zwei Züge der Feuerwehrbereitschaft des Kreises rückten aus: An der Isarnwohldschule war ein Flugzeug abgestürzt – so lautet das Szenario einer Groß-Übung mit DRK und Polizei.

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erstellt am 23.Okt.2017 | 11:10 Uhr

Ein Flugzeug bekommt auf dem Weg nach Kiel Holtenau technische Probleme und stürzt über Gettorf im Bereich der Isarnwohldschule ab. Durch die Explosion sind Teile des Schulgebäudes und des Bildungszentrums eingestürzt. Etwa 30 Kinder und Betreuer halten sich während des Unglücks auf dem Schulgelände auf und werden verletzt. Einige Personen sind vermisst, die Ausmaße der Katastrophe sind nicht ersichtlich.

Es war kein einfaches Szenario, das sich Kay-Uwe Greggersen für die Übung der 4. und 5. Allgemeinen Feuerwehrbereitschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Sonnabend ausgedacht hatte. Rund 250 Einsatzkräfte waren an der zweiten Katastrophen-Großübung dieser Art beteiligt. Dass es sich um eine Katastrophenschutzübung und nicht um eine Alarmübung handelt, erfahren die Teilnehmer erst vor Ort.

Neben den Feuerwehrbereitschaften des Kreises waren auch die Feuerwehr Gettorf, das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk als Berater mit eingebunden. „Wenn ein Gebäudeteil einsturzgefährdet ist, ist es wichtig, einen Fachberater vor Ort zu haben, der weiß, welches Gerät angefordert werden muss“, beschreibt Kay-Uwe Greggersen, stellvertretender Bereitschaftsführer der 4. Bereitschaft, die notwendige Zusammenarbeit. Als die Einsatzkräfte die inszenierte Unglücksstelle erreichen, erfolgt zunächst eine Einweisung durch Lothar Jöns. „Der Bereitschaftsführer gibt Anweisungen, welche Aufgaben anliegen und entscheidet, welcher Zug welche Aufgabe bekommt“, erklärte Jürgen Beyer, Pressewart des Kreisfeuerwehrverbandes.

Bei Betreten des Schulgeländes erwartete die Kameraden beißender Rauch. Lautes Geheul von Sirenen und das Brummen der kaputten Maschinen mischten sich in markerschütternde Schreie verletzter Personen. Neben der per Lautsprecher erzeugten Geräuschkulisse machten jedoch auch „reale“ Unfallopfer, die am Sonnabend durch angehörige der Jugendfeuerwehren dargestellt wurden, schnell auf sich aufmerksam. Während einige Trupps mit der Brandbekämpfung begannen, leiteten weitere Kameraden die Rettung und Bergung der Verletzten ein und machten sich unter Atemschutz auf die Suche nach vermissten Personen. So wurden wenig später sowohl im Außenbereich verletzte Kameraden versorgt als auch verletzte Kinder aus den Gebäudetrakten an den Rettungsdienst übergeben.

„Bei einer Großschadenslage wird zunächst eine Verletztensammelstelle eingerichtet“, erläuterte Jürgen Beyer das weitere Vorgehen. „Als erstes wird eine Sichtung der Personen durch den Leitenden Notarzt und die Rettungssanitäter vorgenommen“, kennt Matthias Hoffmann, Bereitschaftsleiter des DRK, die Abläufe genau. Anschließend werde jeder Patient nach Schwere der Verletzung kategorisiert. „Die technische Einsatzleitung und der Notarzt entscheiden dann, wohin und in welcher Reihenfolge die Patienten abtransportiert werden“, so Hoffmann weiter. Die Kommunikation im Einsatz zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst ist laut Kreisfeuerwehrverband neben der Strukturierung des Einsatzes, der Brandbekämpfung sowie der Krisenintervention und der Versorgung der Betroffenen ein Hauptschwerpunkt der Bereitschaftsübung gewesen.

Neben Bürgermeister Jürgen Baasch verfolgte auch Matthias Meins, Amtsdirektor im Dänischen Wohld, die Übung. „So wie wir das gesehen haben, haben die Feuerwehren das hochprofessionell und mit hoher Einsatzbereitschaft gelöst“, zeigte sich Meins beeindruckt. „Es ist gut, dass so viele Feuerwehren aus dem Kreis gekommen sind und Hand in Hand zusammenarbeiten“, so der Amtsdirektor weiter. Zufrieden mit dem Ablauf der Großübung zeigte sich auch Organisator Kay-Uwe Greggersen: „Die Zusammenarbeit der Einsatzführungsgruppe war spitze, so wie ich mir das vorgestellt habe“. Es sei immer eine Herausforderung und muss für alle passen. „Das haben wir in Gettorf ganz gut hinbekommen“, zog auch Pressesprecher Jürgen Beyer ein durchweg positives Fazit.

HINTERGRUND

Die Feuerwehrbereitschaften setzten sich aus Kameraden der Mitgliedswehren im Kreisfeuerwehrverband zusammen. Insgesamt sind im Kreis Rendsburg Eckernförde sechs Bereitschaften aktiv. Während die 1. und 2. Bereitschaft für Einsätze außerhalb Schleswig-Holsteins vorgesehen ist und die 3. Gruppe die Technische Bereitschaft darstellt, werden die 4. und 5. Bereitschaft für Katastropheneinsätze im Kreisgebiet einberufen. Am Sonnabend waren beide Bereitschaften mit jeweils drei Zügen an der Großübung beteiligt.




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