Blühflächen : Einsatz für ein buntes Owschlag

Mit einer Schlitzmaschine wird blütenreiches Saatgut im Ausgleichsgebiet Owschlag-Ellerbek ausgebracht.  Fotos: Hasler (2)
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Mit einer Schlitzmaschine wird blütenreiches Saatgut im Ausgleichsgebiet Owschlag-Ellerbek ausgebracht. Fotos: Hasler (2)

Saatgut auf 5 000 Quadratmetern ausgebracht

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11. Oktober 2018, 18:27 Uhr

Eine Schlitzmaschine ist momentan auf gemeindeeigenen Grünflächen in Owschlag unterwegs. Sie bringt blütenreiches Saatgut im Ausgleichsgebiet Ellerbek aus. „Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag bekommen haben. Es passt in unser Konzept, dass Owschlag bunter werden soll“, erklärt Bürgermeister Stephan Lübbers.

Auch Bauhofleiter Dennis Börgmann zeigt sich begeistert von der Aktion: „Das Ganze hat den großen Effekt, dass wir der Umwelt etwas Gutes tun, und da die Blühwiesen extensiv gepflegt werden, bedeutet es für uns in Zukunft auch weniger Arbeit und dadurch mehr freie Kapazitäten für andere Aufgaben.” Doch zunächst einmal bedeutet es für die Bauhofmitarbeiter mehr Arbeit.

Die Gemeinde bewarb sich Anfang des Jahres mit 46 000 Quadratmetern Fläche bei der vom damaligen Umweltminister Robert Habeck initiierten Aktion „Schleswig-Holstein blüht auf“. Bewilligt wurden aufgrund der großen Nachfrage immerhin 5 000 Quadratmeter. Insgesamt wurden 100 000 Euro als Fördermittel für Saatgut bereitgestellt, damit sich interessierte Städte und Gemeinden, Landwirte sowie Unternehmen bewerben konnten. Koordiniert und umgesetzt wird die Initiative vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL).

„Wir tun mit den Blühflächen etwas für die Umwelt, fördern das Insektenleben und die Artenvielfalt”, betont Bürgermeister Lübbers die Aspekte der Aktion, während mit der Schlitzmaschine das Saatgut ausgebracht wird. Das Bauhof-Team steht hinter der Aktion. „Alle haben sich mit sehr viel Energie eingebracht, abends wird auch mal eine Stunde länger gearbeitet“, erklärt Mitarbeiter Ingo Hartig.

In einem ersten Schritt wurden die Flächen umgebrochen. Dann kommt die Schlitzmaschine zum Einsatz. „Hinter jedem Schlitz sitzt eine Art Strohhalm durch die das Saatgut herausgelassen wird, so dass in regelmäßigen Abständen Saatkörner im Boden abgelassen werden”, erläutert Dennis Börgmann die Funktion. Nach dem Einbringen des Saatgutes werden die Schlitze wieder mit einer Walze verschlossen. „Das machen wir, damit das Saatgut in der Erde bleibt und die Vögel sich nicht bedienen. Dann hoffen wir, dass mindestens 80 Prozent, von dem was wir eingebracht haben, im nächsten Sommer erblüht“ – und das Owschlag bunter wird.

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